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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Was ist von der Bank of England zu erwarten?

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Analysen:::2026-06-17T15:53:15

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Was ist von der Bank of England zu erwarten?

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Was ist von der Bank of England zu erwarten?

Das Währungspaar GBP/USD setzt seine allmähliche Aufwärtsbewegung fort und hat in dieser Woche gute Chancen, die bearishe Imbalance 20 aufzuheben und eine neue bullishe Imbalance zu bilden. Derzeit werden die Bullen durch die geopolitischen Entwicklungen unterstützt. Dennoch ist zu beachten, dass der Anstieg des Pfunds wenig überzeugend wirkt und letztlich in der Ausbildung einer Seitwärtsrange münden könnte. Tatsächlich bewegt sich Sterling seit mehreren Wochen in einem seitwärts gerichteten Kanal zwischen 1,3305 und 1,3505. Die Aufwärtsbewegung bleibt schwach, das bearishe Muster konnte sich nicht durchsetzen, und es sind bislang keine bullischen Muster entstanden.

Wird bis zum Ende der Woche ein Abkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten unterzeichnet, würde es den Bullen deutlich leichter fallen, ihre Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Bleibt ein solches Abkommen aus, ist kaum mit einer nennenswerten bullischen Bewegung zu rechnen. Unter den aktuellen Bedingungen bleiben Trader daher auf neue Muster angewiesen, da es derzeit keine handelbaren Setups gibt. Morgen werden die Ergebnisse der Sitzung der Bank of England bekannt gegeben, die einem zuletzt trägen und richtungslosen Markt frischen Schwung verleihen könnten.

Der erste Impuls für Trader dürfte heute Abend kommen, der zweite morgen Nachmittag. Der Konsens für die Abstimmung des Monetary Policy Committee (MPC) geht von zwei hawkishen Stimmen und sieben neutralen Stimmen aus. Meiner Einschätzung nach könnte die Zahl der hawkishen Stimmen nach dem heute Morgen veröffentlichten Inflationsbericht jedoch geringer ausfallen als erwartet. Sollte die Bank of England einen neutraleren und weniger hawkishen Ton anschlagen, könnte dies erneuten Verkaufsdruck auf das Pfund auslösen. Aus meiner Sicht ist den Marktteilnehmern jedoch bereits klar, dass bei einer Inflation von 2,8 % wenig Argumente für eine weitere geldpolitische Straffung sprechen.

Die Lage im Nahen Osten scheint sich in Richtung einer Lösung des Konflikts zu bewegen. Der US‑Dollar tendiert in Phasen geopolitischer Spannungen im Allgemeinen besser als der Euro oder das Pfund. Kommt es daher zu einem Waffenstillstand im Nahen Osten, könnten sowohl der Euro als auch das Pfund Unterstützung erhalten. Die entscheidende Frage ist allerdings, ob sich diese Unterstützung in einem nachhaltigen Aufwärtstrend niederschlagen wird.

Der Markt bleibt derzeit hinsichtlich der Berichte über ein mögliches Abkommen vorsichtig. So hat Israel etwa signalisiert, dass seine Interessen nicht vollständig berücksichtigt worden seien, was potenziell zu neuen Spannungen in der Region führen könnte. Viele Trader stellen zudem infrage, wie Washington und Teheran die Frage des iranischen Atomprogramms zu lösen gedenken. Es gibt noch eine Vielzahl ungelöster Punkte und möglicher Streitfragen.

Aus meiner Sicht bleibt der übergeordnete Trend trotz der starken Rückgänge zu Beginn des Jahres bullisch. Der Waffenstillstand im Nahen Osten ist derzeit in Kraft und könnte verlängert werden. Die Straße von Hormus unterliegt weiterhin Beschränkungen von beiden Seiten, während die Nuklearfrage ungelöst bleibt. Die Lage schwankt fortwährend zwischen positiven und negativen Signalen. Infolgedessen wird der Markt zunehmend unsicher, welchen Berichten er Glauben schenken soll, und scheut vor übermäßigen Risiken zurück.

Das technische Bild ist derzeit recht klar. Alle verfügbaren und aktiven Muster haben sich entweder bereits ausgespielt, wurden negiert oder stehen kurz davor, negiert zu werden. Ich rechne weiterhin mit einem neuen bullischen Impuls, der jedoch die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Iran und den Vereinigten Staaten voraussetzen würde. Trader sollten daher auf eine positive Lösung der Nahost‑Situation und die Ausbildung neuer Handelsmuster warten.

Der Wirtschaftskalender am Mittwoch war recht prall gefüllt, doch Trader zeigten selbst für den wichtigen britischen Inflationsbericht, der für Mai keinen Anstieg der Gesamtinflation auswies, nur geringes Interesse. Die Gesamtinflation verharrte bei 2,8 %, während die Kerninflation nur um 0,1 Prozentpunkte zulegte. Das Pfund reagierte mit einem Rückgang von lediglich 25 Punkten.

Insgesamt signalisiert der fundamentale Rahmen weiterhin ein begrenztes langfristiges Aufwärtspotenzial für den US‑Dollar. Der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ändert an dieser Einschätzung wenig. Die geopolitischen Spannungen haben die Anleger zwar kurzfristig an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch das Gesamtumfeld bleibt für die US‑Währung eher ungünstig.

Sollte die US‑Wirtschaft im Jahr 2026 deutlich an Dynamik gewinnen, die Federal Reserve ihren Straffungszyklus wieder aufnehmen und der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zu einem langwierigen geopolitischen Thema werden, könnte der Dollar gegenüber dem Pfund in Richtung 1,3100–1,3000 im GBP/USD vorrücken. Meiner Ansicht nach kann sich der langfristige Ausblick für den US‑Dollar jedoch nicht allein aufgrund eines starken Nonfarm‑Payrolls‑Berichts grundlegend verändert haben, und die Federal Reserve hat bislang nicht signalisiert, zu einer weiteren Straffung bereit zu sein.

News‑Kalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:

  • Vereinigtes Königreich – Arbeitslosenquote (06:00 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – Average Earnings Index (06:00 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – Claimant Count Change (06:00 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – Zinsentscheid der Bank of England (11:00 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – MPC Vote Split (11:00 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – Geldpolitische Erklärung der Bank of England (11:00 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Philadelphia Fed Manufacturing Index (12:30 UTC)

Der Wirtschaftskalender vom 18. Juni umfasst acht Termine, wobei die Sitzung der Bank of England und die dazugehörigen Veröffentlichungen im Mittelpunkt stehen. Die Konjunkturdaten dürften die Marktstimmung den ganzen Donnerstag über beeinflussen.

GBP/USD‑Prognose und Trading‑Tipps:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch, während alle bearischen Muster entweder negiert wurden oder nicht mehr relevant sind. Trader sollten daher den Fokus auf die Ausbildung neuer Muster legen, die helfen werden, die wahrscheinlichste Richtung der nächsten Bewegung zu bestimmen.

Geopolitische Entwicklungen können das Pfund in beide Richtungen treiben, und der Konflikt im Nahen Osten ist noch nicht endgültig gelöst. Long‑Positionen ohne klare Handelssignale einzugehen, bleibt daher verfrüht. Wird jedoch ein formelles Abkommen unterzeichnet, hat das Pfund gute Chancen, zumindest in Richtung der Marke von 1,3655 vorzurücken.

Analyst InstaForex
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