Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind keine makroökonomischen Berichte geplant. Daher werden Trader heute nichts haben, worauf sie reagieren können. Es ist jedoch anzumerken, dass der Markt die meisten makroökonomischen Daten weiterhin ignoriert. Berichte, die nicht zur „ersten Kategorie“ gehören, haben keine Chance, vom Markt wahrgenommen zu werden. Geopolitik, die Geldpolitik der Zentralbanken (insbesondere der Federal Reserve) und die Politik im Vereinigten Königreich bleiben die Hauptthemen für Trader.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Das einzige fundamentale Ereignis am Montag ist die Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde. Zur Erinnerung: Vor anderthalb Wochen hat die EZB ihre erste geldpolitische Straffung seit drei Jahren vorgenommen, und Lagarde hat deutlich gemacht, dass dies 2026 nicht der letzte Zinsschritt gewesen sein dürfte. Damit ist der geldpolitische Kurs der EZB derzeit recht klar, doch der Markt ignoriert ihn schlicht, denn eine Straffung durch die Zentralbank sollte die nationale Währung stärken – was wir beim Euro nicht beobachten konnten.
Der geopolitische Hintergrund bleibt unverändert „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet; allerdings bleiben zu viele wichtige Fragen ungelöst. Insbesondere die „Atomfrage“, die im aktuellen Vertragstext nicht einmal erwähnt wird. Gerade dieses Problem hat den Krieg ursprünglich ausgelöst und könnte jederzeit zu einer Wiederaufnahme der Kämpfe führen. Die Verhandlungen über das Atomabkommen haben am Wochenende, wie eigentlich vorgesehen, nicht stattgefunden. Israel und Libanon greifen sich weiterhin gegenseitig an, da diese Länder kein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet haben. Da der Libanon ein Verbündeter Irans ist, betrachtet Teheran die Bedingungen des Abkommens als verletzt. Infolgedessen könnte die Straße von Hormus erneut blockiert werden.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare nach dem Rückgang der vergangenen Woche mit einer Korrektur beginnen. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1455–1,1474 gehandelt werden, das britische Pfund aus dem Bereich 1,3259–1,3267. In den vergangenen Tagen wurde der US‑Dollar vom Markt zu Unrecht gekauft, was sich als von den Market Makern gestellte Falle für die Bären erweisen könnte.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird danach beurteilt, wie lange es zu seiner Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch) braucht. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufeinanderfolgend zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine erzeugen. Technische Niveaus können dann an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- beziehungsweise Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop‑Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Kursziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder fungieren als Signalquellen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Während dieser Veröffentlichungen sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden oder man verlässt den Markt, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.