
Heute, am Donnerstag, behält Gold (XAU/USD) bereits den dritten Tag in Folge (und zum sechsten Mal in den letzten sieben Tagen) eine bärische Tendenz bei und notiert unter der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US‑Dollar.
Eine weitere Bestätigung des bärischen Szenarios ist der Kursverlauf unterhalb von 4.000 US‑Dollar. Angesichts der jüngsten gescheiterten Versuche, den 100‑Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4‑Stunden‑Chart zu überwinden, wurde der Bruch des Jahrestiefs und der Marke von 4.000 US‑Dollar im nächtlichen Handel zu einem zusätzlichen Signal, das die bärische Stimmung für XAU/USD verstärkte.
Gleichzeitig befindet sich der Relative Strength Index (RSI, 14 Perioden) im überverkauften Bereich, was auf eine Abschwächung des Abwärtsmomentums hindeutet. Aus diesem Grund erscheint es sinnvoll, vor der Eröffnung von Positionen mit Ziel weiterer Kursrückgänge auf eine kurzfristige Konsolidierung oder eine moderate Erholung zu warten.
Negative MACD‑Werte (unterhalb der Nulllinie) und deren Verschlechterung deuten auf eine anhaltende Marktschwäche hin und lassen vermuten, dass Aufwärtsversuche auf Widerstand stoßen dürften, solange XAU/USD deutlich unter dem 100‑Perioden‑SMA (nahe 4.258 US‑Dollar) gehandelt wird.
In der aktuellen Marktlage dürfte jede deutliche Erholung oberhalb von 4.000 US‑Dollar wahrscheinlich neue Verkäufer im Bereich von 4.055–4.060 US‑Dollar anziehen, wo im selben Chart der 14‑EMA verläuft und das Aufwärtspotenzial des Instruments in der Nähe von 4.100 US‑Dollar begrenzt.
Um den bärischen Druck zu entschärfen, müssen die Bullen den Widerstand des 20‑SMA im Bereich der runden Marke von 4.100 US‑Dollar überwinden; dies würde den Weg für eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung in Richtung des 100‑Perioden‑SMA freimachen, der als zentraler Widerstand fungiert.
