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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Britische Pfund versucht, eine wichtige Unterstützung zu halten

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Analysen:::2026-06-25T16:20:53

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Britische Pfund versucht, eine wichtige Unterstützung zu halten

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Britische Pfund versucht, eine wichtige Unterstützung zu halten

GBP/USD setzt seine übergeordnete Abwärtsbewegung fort. Am Montag keimten bei den Bullen kurz Hoffnungen auf, als das Pfund nach Berichten über den Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer zulegen konnte. Doch auf den Montag folgte schnell der Dienstag, und der Markt kehrte zur Realität zurück. Diese Realität ist, dass der US‑Dollar sich ungeachtet der Rahmenbedingungen weiter aufwertet.

Die Federal Reserve hat vor einer Woche zwar überraschend einen deutlich falkenhaften Ton angeschlagen, doch seit dieser Sitzung ist bereits eine ganze Woche vergangen. Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten ist beendet, die Straße von Hormus ist offen geblieben, und die Ölpreise sind schon wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt. Keiner dieser Faktoren hat einen nennenswerten Einfluss auf die Trader oder auf den Dollar gehabt. Der Markt befindet sich damit in einer schwierigen Lage: Auf der einen Seite steht ein starker lokaler Trend, auf der anderen fehlt ein klares Verständnis dafür, warum es diesen Trend überhaupt gibt.

Gestern wurde ein Verkaufssignal generiert, das allerdings nur deshalb entstand, weil das Pfund am Montag gestiegen war – gewissermaßen fast zufällig. Dennoch bleibe ich gegenüber dem aktuellen bärischen Vorstoß sehr vorsichtig, da bislang niemand eine überzeugende Erklärung für die Stärke des Dollars geliefert hat. Der Markt baut weiterhin Long‑Positionen in der US‑Währung auf, und es gibt nichts, was die Trader daran hindern würde. Deutlich schwerer ist es jedoch zu begründen, warum Marktteilnehmer Tag für Tag GBP/USD verkaufen. Gleichwohl gibt es bislang keinerlei Anzeichen dafür, dass die bärische Kampagne kurz vor dem Ende steht, und gestern ist ein neues Verkaufssignal aufgetreten.

Der US‑Dollar tendiert in Phasen geopolitischer Spannungen dazu, sich besser zu entwickeln als Euro oder Pfund. Daher könnten beide europäischen Währungen noch Unterstützung erhalten, wenn die Risikobereitschaft wieder zunimmt. Der Markt bleibt derzeit vorsichtig in Bezug auf die Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Dennoch lässt sich inzwischen sagen, dass der Krieg offiziell beendet ist – oder sich zumindest einer Lösung nähert. Die Fed hat eine starke Dollar‑Rally ausgelöst, aber ich erkenne weiterhin nicht, was es den Bären erlaubt, ihren Vorteil derart konsequent auszuspielen. Meiner Ansicht nach bleibt der übergeordnete Trend trotz der erheblichen Rückgänge des Paares in diesem Jahr, die weitgehend ohne solide fundamentale Begründung erfolgten, bullish.

Das technische Bild stellt sich derzeit wie folgt dar: In der vergangenen Woche wurde ein neues bärisches Imbalance 21 ausgebildet. Aktuell kann das Pfund dieses Imbalance 21 jedoch nur „herbeiträumen“. Stattdessen reagierte der Kurs auf das näher gelegene Imbalance 22. Dennoch würde ich betonen, dass eine Bewegung ohne solide fundamentale Unterstützung jederzeit – und häufig überraschend – enden kann. Außerdem ist die Nähe zum Swing‑Punkt vom 31. März zu beachten, an dem Liquidität eingesammelt werden könnte. Sollte dies geschehen, hätten die Bullen die Chance, auf Basis einer Kombination verschiedener Faktoren zu einer Gegenoffensive anzusetzen. Vorerst bleibt die kurzfristige Chartstruktur jedoch bärisch.

Der konjunkturelle Hintergrund am Donnerstag verschaffte den Bären die Möglichkeit, ihren Vorstoß fortzusetzen, da der wichtigste Bericht des Tages – das US‑BIP – besser als erwartet ausfiel und den Dollar stützte. Paradoxerweise waren es jedoch die Bullen und nicht die Bären, die während der US‑Sitzung aktiv waren. Einmal mehr wurde den Tradern vor Augen geführt, dass der jüngste Rückgang von GBP/USD in mancher Hinsicht ungewöhnlich ist.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld lässt mich weiterhin langfristig eine Schwäche des US‑Dollars erwarten. Der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat daran nichts geändert. Ebenso wenig die Möglichkeit einer Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026. Die geopolitischen Spannungen haben den Markt vorübergehend an den Status des Dollars als „sicherer Hafen“ erinnert, doch der Konflikt ist beendet – oder bewegt sich zumindest auf eine Lösung zu.

Die Fed beabsichtigt, die Zinsen 2026 anzuheben, was zweifellos ein unterstützender Faktor für den Dollar ist. Eine straffere Geldpolitik würde jedoch auch das Wachstum der US‑Wirtschaft bremsen. Zudem ist es wenig wahrscheinlich, dass Donald Trump Kevin Warsh mit dem Ziel an die Spitze des FOMC berufen hat, um eine aggressive Zinserhöhungsserie durchzusetzen. Meiner Einschätzung nach wäre eine etwaige Straffung der Geldpolitik eher eine vorübergehende Maßnahme, um die Inflation zügig zu senken, bevor die Federal Reserve zu einer lockereren Ausrichtung zurückkehrt.

Daher gehe ich davon aus, dass jede Aufwertung des US‑Dollars lediglich vorübergehender Natur ist. Gleichwohl sollten Trader das technische Bild, das weiterhin bärisch bleibt, nicht ignorieren.

Konjunkturkalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:

  • USA – University of Michigan Consumer Sentiment Index (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 26. Juni enthält nur eine zweitrangige Veröffentlichung. Infolgedessen dürfte der Einfluss der Konjunkturdaten auf die Marktstimmung am Freitag gering oder gar nicht vorhanden sein.

GBP/USD‑Prognose und Trading‑Tipps:

Für das Pfund bleibt das langfristige Bild bullish, während die Reaktion auf das bärische Imbalance 22 einen weiteren Abwärtsimpuls ausgelöst hat. Dadurch wurde in dieser Woche ein neues Verkaufssignal generiert. Angesichts der Tatsache, dass sich GBP/USD im Wochenchart seit fast einem Jahr in einer breiten Seitwärtsrange bewegt, lässt sich der aktuelle Rückgang in erster Linie mit technischen Faktoren erklären.

In einem Seitwärtsmarkt können Kursbewegungen stark unvorhersehbar ausfallen. Die jüngste Dollarstärke lässt sich fundamental weiterhin nur schwer rechtfertigen, was darauf hindeutet, dass wir es mit einer technischen Bewegung innerhalb einer horizontalen Trading‑Range zu tun haben. Nach dem innerhalb des Imbalance 22 entstandenen Verkaufssignal könnte das Pfund in Richtung 1,3007 fallen – jenes Niveau, bei dessen Unterschreiten der übergeordnete Aufwärtstrend hinfällig würde.

Derzeit ist der wichtigste Faktor zugunsten der Bullen die Nähe zum Tief bei 1,3158, wo möglicherweise zunächst Liquidität eingesammelt wird, bevor der Markt einen Umkehrversuch startet.

Analyst InstaForex
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