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FX.co ★ EUR/USD – Smart Money Analyse: Der Markt hat vor potenzieller Volatilität eine Pause eingelegt

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Analysen:::2026-06-25T16:20:52

EUR/USD – Smart Money Analyse: Der Markt hat vor potenzieller Volatilität eine Pause eingelegt

EUR/USD – Smart Money Analyse: Der Markt hat vor potenzieller Volatilität eine Pause eingelegt

Das Währungspaar EUR/USD ist in der vergangenen Woche um 150 Punkte gefallen und hat in dieser Woche bislang weitere 130 Punkte verloren. Was treibt einen derart ausgeprägten Abwärtsdruck? Derzeit ist keine Rede von einem erneuten Krieg im Nahen Osten, auch wenn Donald Trump am Montag damit drohte, neue Angriffe gegen den Iran zu starten, falls innerhalb der nächsten 60 Tage kein Nuklearabkommen unterzeichnet wird. Die Federal Reserve schlug auf ihrer Juni-Sitzung zwar einen restriktiveren Ton an, doch seitdem ist bereits eine ganze Woche vergangen, und die Bären setzen ihre Offensive fort, als hätte die Fed die Zinsen erst gestern angehoben. Die Haltung der EZB auf ihrer jüngsten Sitzung lässt sich kaum als so „dovish“ bezeichnen, dass sie einen einwöchigen Rückgang des Euro rechtfertigen würde.

Zwischen Teheran und Washington haben Verhandlungen begonnen, und beide Seiten haben zwei Monate Zeit, den Atomstreit beizulegen. Allein die Tatsache, dass in der vergangenen Woche ein vorläufiges Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet wurde, sollte als positive Entwicklung gewertet werden. Allerdings halten Trader den Dollar nicht nur als „sicheren Hafen“ für den Fall, dass die Spannungen im Nahen Osten erneut eskalieren. Sie kauften ihn weiter aggressiv, als ob der Konflikt bereits wieder aufgeflammt wäre und zusätzlich zur Blockade der Straße von Hormus auch die Bab al-Mandab-Straße geschlossen worden wäre.

Die Abwärtsbewegung war so stark, dass der Kurs nicht einmal versucht hat, in die nächstgelegenen Ineffizienz-Zonen (Imbalances) zurückzulaufen – deren gibt es inzwischen bereits zwei. Infolgedessen liegen den Tradern trotz des ausgeprägten Rückgangs derzeit keine gültigen Handelssignale vor. Meiner Ansicht nach gibt es aktuell keinerlei fundamentale Gründe für einen derart markanten Einbruch des EUR/USD.

Die Geopolitik ist in der vergangenen Woche schließlich in den Hintergrund getreten. Teheran und Washington unterzeichneten ein Memorandum of Understanding, verlängerten den Waffenstillstand um weitere 60 Tage und begannen mit Arbeiten zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Nuklearverhandlungen haben am Sonntag in der Schweiz begonnen. Wir haben den erwarteten Rückgang des Dollars im Zuge der Entspannung geopolitischer Spannungen nicht gesehen. Ebenso blieb eine Euro-Stärkung trotz der strafferen geldpolitischen Ausrichtung der EZB aus. Die Bären behalten ungeachtet des fundamentalen und geopolitischen Umfelds die Kontrolle. Unter solchen Umständen bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis die bärische Phase ausläuft – oder zumindest neue Verkaufssignale entstehen.

Die aktuelle Chartstruktur zeigt, dass der am 17. April gestartete bärische Impuls weiterhin intakt ist. Bearishe Imbalance Nr. 17 wurde nicht erneut getestet und hat kein Verkaufssignal generiert. Gestern hat sich eine weitere bearishe Imbalance, Nr. 18, gebildet, die heute oder morgen eine Kursreaktion auslösen könnte. Erst wenn Imbalance Nr. 18 neutralisiert wird, könnten die Bullen eine nennenswerte Gegenoffensive starten. Bis dahin gibt es keine Grundlage, um eine kräftige Erholung des Euro zu erwarten.

Der wirtschaftliche Nachrichtenfluss am Donnerstag spielte den Bären in die Karten, obwohl sie kaum zusätzliche Unterstützung benötigten. Im Grunde stach nur ein Bericht hervor: das US-BIP für das erste Quartal, das mit 2,1 % im Jahresvergleich stärker als von den Tradern erwartet ausfiel (Prognose: 1,6 %). Alle übrigen Veröffentlichungen entsprachen den Markterwartungen. Infolgedessen hätten die Bären EUR/USD heute noch weiter nach unten treiben können, doch das Währungspaar konnte einen weiteren starken Ausverkauf vermeiden.

Die Bullen haben für 2026 weiterhin genügend Ansatzpunkte für eine Attacke, und der Konflikt im Nahen Osten hat diese nicht geschmälert. Strukturell und aus globaler Perspektive haben sich Trumps politische Leitlinien – die im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang des Dollars geführt haben – nicht verändert. Derzeit sehe ich trotz der restriktiven Ausrichtung des FOMC keine ernsthaften Unterstützungsquellen für den US-Dollar.

EUR/USD hat sich nun einer Reihe wichtiger Tiefpunkte und Swing-Levels genähert, an denen Liquidität abgeholt werden könnte. Solche „Liquidity Grabs“ könnten als Signal für eine Umkehr des aktuellen bärischen Impulses dienen.

Nachrichtenkalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:

  • USA – University of Michigan Consumer Sentiment Index (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 26. Juni enthält nur eine Veröffentlichung, die zudem nicht zu den wichtigsten gehört. Daher dürfte der Einfluss des makroökonomischen Umfelds auf die Marktstimmung am Freitag gering oder gar nicht vorhanden sein.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Nach meinem Dafürhalten befindet sich das Währungspaar nach wie vor in der übergeordneten Aufbauphase eines Aufwärtstrends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor vier Monaten deutlich zugunsten der Bären verschoben, doch der gesamte Trend kann bislang weder als aufgehoben noch als abgeschlossen gelten. Daher ist es gut möglich, dass die Bullen nach der Abholung von Liquidität unter klar definierten Tiefs eine neue Aufwärtsbewegung starten. Long-Positionen zu diesem Zeitpunkt einzugehen, ist jedoch nicht ratsam. Zunächst muss der bärische Impuls auslaufen, und es müssen bullishe Muster entstehen.

Aktuell stehen Tradern zwei bearishe Imbalances zur Verfügung, die als potenzielle Zonen für Short-Positionen genutzt werden können. Ich würde jedoch auf die Nähe von vier markanten Swing-Punkten verweisen, an denen Liquidität abgeholt werden könnte, sowie auf die relativ schwache fundamentale Begründung für die jüngste Stärke des US-Dollars. Daher rechne ich weiterhin mit einer bullischen Erholung, doch es ist wichtig, zumindest eine gewisse Bestätigung über das Chartbild zu erhalten. Andernfalls sollten Trader auf neue Verkaufssignale warten.

Analyst InstaForex
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