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FX.co ★ EUR/JPY. Kursanalyse. Prognose. Straffer Kurs der Bank of Japan und schwache Stimmung in Deutschland bremsen das Wachstum des Währungspaares

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Analysen:::2026-06-25T22:53:50

EUR/JPY. Kursanalyse. Prognose. Straffer Kurs der Bank of Japan und schwache Stimmung in Deutschland bremsen das Wachstum des Währungspaares

EUR/JPY. Kursanalyse. Prognose. Straffer Kurs der Bank of Japan und schwache Stimmung in Deutschland bremsen das Wachstum des Währungspaares

Am Donnerstag, zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts, wurde das Währungspaar EUR/JPY nahe der runden Marke von 184,00 gehandelt. Dieser nahezu symbolische Anstieg spiegelt die Unentschlossenheit des Marktes wider, die durch gleichzeitig wirkende, aber widersprüchliche Tendenzen in der Geldpolitik verursacht wird.

In Europa hat die Europäische Zentralbank auf ihrer Juni-Sitzung den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,25 % angehoben. Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Konjunktur getroffen, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten belastet wird.

EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel vertrat erneut einen hawkishen Kurs und betonte, dass weitere Zinserhöhungen notwendig seien, um das Inflationsziel von 2 % zu erreichen, da das aktuelle Zinsniveau noch nicht in einem Bereich liegt, der eine bremsende Wirkung auf die Wirtschaft entfaltet. Sie stellte zudem heraus, dass die relative Stabilität der europäischen Wirtschaft eine Fortsetzung der Straffung der Geldpolitik rechtfertige und wies die Idee einer voreiligen Pause zurück. Diese Haltung stützt den Euro technisch und begrenzt den Verkaufsdruck.

Die makroökonomische Lage in Europa bleibt jedoch uneinheitlich. Der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland lag im Juli bei -29,2 Punkten und damit leicht über dem nach oben revidierten Juni-Wert von -29,7 Punkten; das Ergebnis blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen von -27,5 Punkten zurück. Die schwache Binnennachfrage in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, begrenzt die Wirkung der hawkishen Rhetorik der EZB und unterstreicht, dass die geldpolitische Straffung vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheit erfolgt.

Auch der japanische Yen wird durch institutionelle Faktoren unterstützt. Die Bank of Japan setzt ihren Kurs in Richtung Normalisierung der Geldpolitik fort, wie die Einschätzungen nach der Juni-Sitzung bestätigen, in deren Rahmen mehrere Ratsmitglieder auf die Notwendigkeit hingewiesen haben, den Zinserhöhungsprozess hin zu einem neutralen Niveau für die Wirtschaft zu beschleunigen. Ratsmitglied Naoki Tamura bekräftigte die Bedeutung, den Leitzins an das neutrale Niveau heranzuführen, das auf rund 2 % geschätzt wird.

Darüber hinaus sorgen Diskussionen über eine mögliche koordinierte Währungsintervention der USA und Japans für zusätzliche Risiken bei Short-Positionen im Yen. Der japanische Finanzminister Suzuki Katayana und der US-Finanzminister Scott Bessent bekräftigten ihre Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt einzugreifen. Dies stärkt die Erwartung einer Intervention und verschafft dem japanischen Yen vorübergehend Rückenwind. Japans Kabinettschef Minoru Kihara deutete ebenfalls an, dass bei starken Schwankungen der Wechselkurse geeignete Maßnahmen in Betracht gezogen werden könnten. Vor diesem Hintergrund wird der Yen auf bestimmten niedrigen Niveaus gehalten, was das kurzfristige Aufwärtspotenzial des EUR/JPY-Paares begrenzt.

Aus technischer Sicht begünstigt der jüngste Rückgang unter die 100-Tage-SMA die Bären. Das Paar hat sich jedoch unterhalb der runden Marke von 183,00 als widerstandsfähig erwiesen. Außerdem verläuft die wichtige 200-Tage-SMA ansteigend, was auf einen übergeordneten Aufwärtstrend hinweist. Kurzfristig zeigen die Oszillatoren allerdings nach unten und bestätigen damit den Vorteil der Bären am Markt. Der Pfad des geringsten Widerstands für den Kassakurs verläuft daher abwärts, innerhalb der aktuellen Spanne vom April-Hoch bis zum Mai-Tief. Jeder Rücklauf nach oben dürfte am runden Niveau von 184,00 und an der 100-Tage-SMA auf Widerstand stoßen. Gelingt es den Bullen jedoch, dieses Niveau zu überwinden, wäre der nächste Widerstand die 20-Tage-SMA, nach deren Bruch sich weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen würde.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Donnerstag. Der stärkste Anstieg des Euro wurde gegenüber dem japanischen Yen verzeichnet.

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Analyst InstaForex
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