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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Märkte warten auf US-Arbeitsmarktdaten

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Analysen:::2026-06-30T16:43:36

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Märkte warten auf US-Arbeitsmarktdaten

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Märkte warten auf US-Arbeitsmarktdaten

GBP/USD setzt seinen übergeordneten Abwärtstrend fort, allerdings könnte die aktuelle Abwärtsbewegung bereits ihrem Ende entgegengehen. Warum sehe ich das so? Zum einen ist die jüngste Aufwertung des US-Dollars aus meiner Sicht fundamental nicht vollständig gerechtfertigt.

Zunächst einmal ist der geopolitische Konflikt im Nahen Osten beendet, obwohl er der wichtigste Treiber für die Dollarstärke im gesamten Jahr 2026 war. Es ist daher etwas widersprüchlich, dass der Dollar zunächst wegen des Krieges steigt und sich dann weiter verteuert, nachdem der Konflikt faktisch beendet ist.

Zweitens hätte die FOMC-Sitzung und der restriktive Ton der Federal Reserve den Dollar zwar durchaus stützen können, doch die Rally wirkt in den letzten Wochen ungewöhnlich langgezogen.

Drittens hat das FOMC seinen Straffungszyklus noch gar nicht begonnen, während die Bank of England diesem Pfad der Fed letztlich folgen könnte.

Viertens haben die Zentralbanken ihre US-Dollar-Reserven wieder zu reduzieren begonnen, wodurch die globale Nachfrage nach dem Dollar sinkt.

Und schließlich warnen immer mehr Analysten, dass sich der US-Aktienmarkt in einer Blase befinden könnte, die jederzeit in eine scharfe Korrektur münden kann.

Insgesamt bin ich der Ansicht, dass die Bären den maximalen Nutzen aus den Entwicklungen des Jahres 2026 bereits gezogen haben.

Aus technischer Sicht lässt das Chartbild nun zumindest eine Erholung in Richtung 1,3322 zu. Der Markt hat zwar auf Bearish Imbalance 22 reagiert, doch diese Reaktion fiel vergleichsweise schwach aus. Der Kurs hat zunächst die Liquidität unter dem Tief vom 6. April und anschließend unter dem Tief vom 31. März abgefischt. Damit sehen wir sowohl eine schwache Reaktion auf die bearishe Imbalance als auch zwei abgeschlossene bullishe Liquidity Sweeps. Mindestens deutet dies auf eine anschließende technische Gegenbewegung hin.

Wenn man berücksichtigt, dass dem US-Dollar nach wie vor eine solide fundamentale Grundlage für eine anhaltende langfristige Rally fehlt und er bereits im Jahresverlauf 2026 deutliche Gewinne verzeichnet hat, dürfte es den Bären schwerfallen, die aktuelle Abwärtsbewegung wesentlich zu verlängern. Dennoch sollte die technische Analyse stets der wichtigste Leitfaden bleiben. Solange sich keine bullischen Formationen und Bestätigungssignale zeigen, wäre es verfrüht, Long-Positionen zu eröffnen. Andernfalls sollten Trader die Marktreaktion auf Imbalance 21 abwarten.

Der Markt bleibt derzeit vorsichtig in Bezug auf das Abkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Es lässt sich jedoch zumindest sagen, dass die aktive Konfliktphase offiziell beendet ist – zumindest vorerst. Obwohl die Federal Reserve eine kräftige Rally des US-Dollars ausgelöst hat, ist weiterhin unklar, was den Bären genügend neuen Rückenwind geben könnte, um ihren Vorteil nachhaltig auszubauen. Meiner Ansicht nach bleibt der übergeordnete Trend trotz des deutlichen Rückgangs von GBP/USD in diesem Jahr bullisch, zumal diese Abwärtsbewegung nicht immer vollumfänglich von den Fundamentaldaten gestützt wurde.

Das aktuelle technische Bild ist klar. In der vergangenen Woche reagierte der Kurs auf Imbalance 22, doch die Reaktion war schwach, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der laufende bearishe Impuls seinem Ende näherkommt. Hervorheben möchte ich zudem die Liquidity Sweeps unter den beiden jüngsten Tiefpunkten (gekennzeichnet durch die roten Linien), die auf eine mögliche bullische Trendumkehr hindeuten.

Am Dienstag wurden keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht, und die Marktteilnehmer haben ihren Fokus auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten verlagert, die traditionell zu Beginn eines jeden Monats erscheinen. Sollten die Nonfarm Payrolls dieser Woche, die Arbeitslosenquote, der ADP Employment Change, die JOLTS Job Openings und sogar der ISM Manufacturing PMI erneut robuste Werte liefern, könnten die Bären ihre Offensive wieder aufnehmen. Entsprechend wird die Marktstimmung in dieser Woche in hohem Maß von den eingehenden Konjunkturdaten abhängen.

Insgesamt gehe ich weiterhin davon aus, dass das langfristige fundamentale Umfeld eher für einen schwächeren US-Dollar spricht. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung grundlegend verändert. Die geopolitischen Spannungen haben die Investoren nur vorübergehend an den Dollar als sicheren Hafen erinnert, doch der Konflikt ist entweder beendet oder bewegt sich auf eine Lösung zu.

Die Federal Reserve könnte im Jahr 2026 die Zinsen erneut anheben, was den Dollar tendenziell unterstützt. Allerdings erhöht eine straffere Geldpolitik auch das Risiko eines nachlassenden Wirtschaftswachstums in den USA. Zudem wurde Kevin Warsh von Donald Trump als FOMC-Vorsitzender mit weitergehenden Zielen ernannt, die über eine bloß restriktive Geldpolitik hinausgehen. Meiner Meinung nach ist es daher unwahrscheinlich, dass zusätzliche Straffungsschritte der Fed in einen lang anhaltenden Straffungszyklus münden. Folglich werte ich jede weitere Aufwertung des US-Dollars eher als temporär denn als strukturell.

Wirtschaftskalender (USA und Vereinigtes Königreich)

  • Vereinigte Staaten – ADP Employment Change (12:15 UTC)
  • Vereinigtes Königreich – Rede von Bank of England-Gouverneur Andrew Bailey (13:00 UTC)
  • Vereinigte Staaten – ISM Manufacturing Prices Index (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 1. Juli umfasst drei Ereignisse, die allesamt als wichtig einzustufen sind. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass die makroökonomischen Entwicklungen die Marktstimmung in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Mittwoch spürbar beeinflussen werden.

GBP/USD-Ausblick und Trading-Empfehlungen

Aus langfristiger Sicht bleibt der Ausblick für das Britische Pfund bullisch. Die Reaktion auf Bearish Imbalance 22 hat nur begrenzten Verkaufsdruck erzeugt. Obwohl in dieser Woche ein neues Verkaufssignal aufgetreten ist, bewegt sich GBP/USD im Wochenchart nun bereits seit fast einem Jahr überwiegend seitwärts, sodass sich der aktuelle Rückgang in erster Linie technisch erklären lässt. Innerhalb einer Handelsspanne können sich Kursbewegungen grundsätzlich in beide Richtungen entwickeln.

Das Pfund könnte zwar noch in Richtung 1,3007 fallen – jenes Niveau, bei dessen Unterschreiten der übergeordnete bullische Trend infrage gestellt würde –, doch ein solcher Rückgang würde neue bearishe Formationen und Bestätigungssignale erfordern. Gleichzeitig sprechen die beiden jüngsten Liquidity Sweeps eher für das bullische Szenario. Sollte sich ein bullisches Smart Money-Muster ausbilden, hätten Käufer eine deutlich solidere technische Grundlage für eine Erholung. Derzeit liegen keine neuen bearishe Bestätigungssignale vor.

Analyst InstaForex
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