Handelsanalyse für Freitag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Am Freitag bewegte sich das Währungspaar EUR/USD aufgrund des US-amerikanischen Unabhängigkeitstags nur mit geringer Volatilität. Alle Handelsplätze in den USA waren an diesem Tag geschlossen, und die Veröffentlichungen zu den Arbeitsmarktdaten und der Arbeitslosigkeit wurden sogar auf Donnerstag vorgezogen. Infolgedessen gab es weder interessante Ereignisse noch nennenswerte Kursbewegungen. Insgesamt setzt das Paar EUR/USD seine Korrektur innerhalb eines Abwärtstrends fort, was im Stundenchart deutlich zu erkennen ist. Die abwärtsgerichtete Trendlinie wurde zwar einmal nach oben durchbrochen, doch das hat den Trend nicht beendet. Der Markt ignoriert weiterhin alle Faktoren, die für den Euro sprechen, und der jüngste Anstieg des Paars ist zu schwach, um als Trend zu gelten. Daher deutet vieles darauf hin, dass der Anstieg des US-Dollars sich fortsetzen wird. Damit dies geschieht, muss die aufwärtsgerichtete Trendlinie durchbrochen werden. Am Freitag gab es weder in der Eurozone noch in den USA nennenswerte Ereignisse. Der letzte Nonfarm-Report hatte zwar einen Rückgang des Dollars ausgelöst, doch scheinen die Händler weiterhin nicht bereit zu sein, das Paar mittelfristig auf der Long-Seite zu handeln.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Freitag ein Kaufsignal generiert. Während der asiatischen Handelssitzung prallte der Preis von der Zone 1,1420–1,1432 ab, doch den ganzen Tag über kam es zu keinem deutlichen Anstieg. Nichtsdestotrotz erwies sich das Signal als gültig, und heute könnte es mit einem zweiten Abpraller von der genannten Zone wiederholt werden.
Wie man am Montag handelt:
Im Stundenchart bleibt ein seit zwei Monaten andauernder Abwärtstrend intakt. Mit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Iran und den USA hat der Markt einen Grund weniger, den US‑Dollar zu kaufen. Dennoch schenkt der Markt dieser Tatsache keinerlei Beachtung und ignoriert im Allgemeinen fast alle Faktoren, die für den Euro sprechen. Daher fehlt der aktuellen Stärke des US‑Dollars eine klare und nachvollziehbare Begründung. Die Korrektur könnte jederzeit enden.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen mit Zielen bei 1,1354–1,1363 eröffnen, falls sich der Preis unterhalb der Zone 1,1420–1,1432 festsetzt. Long-Positionen können mit Zielen bei 1,1527–1,1531 eingegangen werden, wenn der Preis von der Zone 1,1420–1,1432 nach oben abprallt.
Im 5‑Minuten‑Chart sind die folgenden Marken von Bedeutung: 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1420–1,1432, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 und 1,1830–1,1837. Am Montag sind in der Eurozone eine neue Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde sowie Berichte zu den Einzelhandelsumsätzen und den Erzeugerpreisen angesetzt. In den USA wird heute der ISM Services PMI veröffentlicht, der als „wichtig“ eingestuft wird.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades auf Grundlage von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale liefern. Technische Levels können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder dienen als Quellen für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Kursbewegung des Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.