
Gold (XAU/USD) versucht sich zu erholen und handelt weiterhin in der Nähe des am Dienstag zuvor erreichten Zwei-Wochentiefs. Dennoch behält das Edelmetall in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung einen positiven Grundton bei und notiert über der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 $. Allerdings bleibt es anfällig für weitere Rückgänge, einschließlich eines möglichen erneuten Tests des Jahrestiefs bei rund 3.940 $, das am 30. Juni markiert wurde.
Aus technischer Sicht wird Gold weiterhin deutlich unter dem 200‑Tage Simple Moving Average (SMA) gehandelt und behält damit einen bärischen Ausblick innerhalb eines abwärtsgerichteten Kanals bei. Gleichzeitig hat sich das MACD‑Histogramm leicht verengt, was auf ein nachlassendes bärisches Momentum hinweist. Der Relative Strength Index (RSI) liegt jedoch weiterhin bei etwa 39 und damit unter dem neutralen Bereich, was bestätigt, dass die aktuelle Erholung fragil bleibt und noch keine bestätigte bullische Trendumkehr signalisiert.
Dementsprechend dürfte jeder weitere Anstieg auf Verkaufsdruck stoßen und zunächst auf den Bereich um 4.100 $ begrenzt bleiben. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte zusätzliche Kursgewinne auslösen, die durch Short‑Eindeckungen getrieben werden und den Preis in Richtung des Widerstands am 200‑Tage Exponential Moving Average (EMA) um 4.220 $ führen. Anhaltend stärkeres Kaufinteresse würde den Weg in Richtung des wichtigen Widerstands durch den 200‑Tage SMA nahe 4.500 $ ebnen; ein Durchbruch darüber würde den bärischen Ausblick abschwächen.
Auf der Unterseite befindet sich die zentrale Unterstützung in der Nähe des Jahrestiefs bei 3.940 $. Eine deutliche Rückkehr in diesen Bereich, gefolgt von einem Bruch darunter, würde den Weg für einen tieferen Rückgang eröffnen.