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FX.co ★ Der Ölmarkt könnte bereits im Herbst dieses Jahres einbrechen

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Analysen:::2026-07-17T19:11:27

Der Ölmarkt könnte bereits im Herbst dieses Jahres einbrechen

Der Ölmarkt könnte bereits im Herbst dieses Jahres einbrechen

Die erste Welle der Energiekrise, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurde, hat zwar nachgelassen, doch es ist viel zu früh, davon auszugehen, dass das Schlimmste überstanden ist. Eine zweite Welle könnte bereits im kommenden Herbst beginnen – und sie könnte sich als noch gravierender erweisen als die erste.

Als der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten begann, verfügten viele Länder noch über strategische Reserven an Öl und Erdgas. Während der Blockade der Straße von Hormus begannen diese Reserven naturgemäß zu schrumpfen. Wenn die zweite Welle der Krise einsetzt, könnten die Bestände bereits stark erschöpft sein. Da nur wenige Monate später der Winter naht, ist mit einem Anstieg der Nachfrage nach Kraftstoffen, Öl und Erdgas zu rechnen, während die verfügbaren Mengen, um mögliche Engpässe auszugleichen, begrenzt sein könnten.

Fachleute warnen, dass sich die Lage im Herbst völlig verselbständigen könnte, falls es Iran und den Vereinigten Staaten nicht gelingt, erneut einen Waffenstillstand zu vereinbaren und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die weltweiten Ölvorräte gehen weiter zurück, obwohl die Meerenge etwa eine Woche lang offen war. Diese kurze Zeitspanne reichte selbstverständlich nicht aus, um die strategischen Reserven wieder aufzufüllen.

Es ist außerdem wichtig, die Produktionskapazitäten der Länder im Nahen Osten zu berücksichtigen, von denen ein erheblicher Teil Berichten zufolge durch iranische Raketenangriffe beschädigt oder zerstört wurde. Einerseits sitzt ein großer Teil der Ölexporte der Region im Persischen Golf fest. Andererseits könnte Iran auch die Meerenge von Bab al-Mandab blockieren. Zudem sind die Förder‑ und Raffineriekapazitäten im gesamten Nahen Osten deutlich zurückgegangen.

Analysten zufolge ist die derzeitige Lage nicht wesentlich besser als auf dem Höhepunkt des Konflikts im Februar und März. Der Waffenstillstand ist zusammengebrochen, Öltanker können die Straße von Hormus weiterhin nicht passieren, während Washington darauf beharrt, dass der Seeverkehr früher oder später auf die eine oder andere Weise wieder aufgenommen werde. In der Realität scheint jedoch das Gegenteil einzutreten. Die Meerenge bleibt geschlossen, eine weitere strategisch bedeutende Schifffahrtsroute könnte ebenfalls blockiert werden, und die wiederholten Versuche von Donald Trump, Iran zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch und zum Abschluss eines neuen Abkommens zu bewegen, sind bislang gescheitert.

Analysten weisen zudem darauf hin, dass der Ölpreis im Frühjahr und Sommer nur deshalb nicht auf 200 US‑Dollar pro Barrel gestiegen ist, weil China seine Importe zurückgefahren und die Vereinigten Staaten ihre Exporte erhöht haben. Bleibt der Konflikt auf Störungen der Seeschifffahrt begrenzt, dürfte sich die Krise eher schrittweise zuspitzen. Es existieren mehrere alternative Exportrouten aus dem Nahen Osten, darunter die Pipeline Saudi-Arabiens nach Yanbu und die Pipeline der VAE nach Fujairah. Viele der geplanten Pipelineprojekte sind jedoch noch nicht vollständig in Betrieb, und weitere iranische Angriffe auf die regionale Öl‑ und Gasinfrastruktur würden eine Krise verschärfen, die schon jetzt immer schwerer abzuwenden scheint.

Der Ölmarkt könnte bereits im Herbst dieses Jahres einbrechen

Auf Grundlage dieser Faktoren könnten die Ölpreise, falls der Iran und die Vereinigten Staaten keine Einigung erzielen, rasch wieder über 100 US-Dollar pro Barrel steigen und sich im Herbst und Winter deutlich weiter nach oben bewegen.

EUR/USD Wellenanalyse

Auf Basis der Analyse befindet sich EUR/USD weiterhin in einem übergeordneten Aufwärtstrend (siehe unteres Chart), während sich das Paar kurzfristig in einem Abwärtstrendsegment weiterentwickelt. Die aktuelle Marktlage bietet eine angemessene Gelegenheit, mit der Prüfung von Long-Positionen zu beginnen. Allerdings kann das Paar im Rahmen der Welle 5 von Welle C noch in Richtung 1,13 fallen. Elliott-Wellen-Strukturen führen häufig zu unerwarteten Entwicklungen, daher sollte der Fokus bereits jetzt verstärkt auf möglichen Kaufgelegenheiten liegen.

GBP/USD Wellenanalyse

Die Wellenstruktur von GBP/USD hat sich relativ komplex entwickelt. Derzeit hat das Paar drei Abwärtswellen abgeschlossen, während EUR/USD möglicherweise letztlich einen fünfwelligen Rückgang vollenden wird. Infolgedessen könnte das britische Pfund, ähnlich wie der Euro, noch eine weitere Abwärtswelle ausbilden. Diese Bewegung könnte jedoch bereits die zweite Welle innerhalb eines neuen bullischen Trendsegments darstellen.

Daher dürfte der Unterschied zwischen den Wellenstrukturen von Euro und Pfund relativ gering und von begrenzter Bedeutung bleiben. Ich rechne deshalb kurzfristig mit einem weiteren korrektiven Rückgang, gefolgt vom Beginn eines neuen Aufwärtstrends, dessen erste Aufwärtsziele im Bereich von 1,37–1,38 liegen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und leicht zu interpretieren sein. Komplexe Wellenformationen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig, wenn neue Marktdaten vorliegen.
  2. Wenn der Marktausblick unklar ist, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Keine Marktprognose ist jemals sicher. Verwenden Sie stets schützende Stop-Loss-Orders, um das Risiko zu steuern.
  4. Wellenanalyse sollte mit anderen Analysemethoden und Handelsstrategien kombiniert werden.

Analyst InstaForex
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