Analyse der Dienstags-Trades:
1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Dienstag seine Abwärtsbewegung fort und entwickelte sich zu einem voll ausgeprägten Abwärtstrend. Die aufsteigende Trendlinie wurde durchbrochen, und eine neue absteigende Trendlinie hat sich ausgebildet. Damit könnte das britische Pfund in naher Zukunft aus technischen Gründen weiter fallen. Gestern wurden in Großbritannien durchaus solide Daten zu Arbeitslosigkeit und Löhnen veröffentlicht; der Markt schenkte ihnen jedoch keine Beachtung, und die britische Währung stand den gesamten Tag über überwiegend unter Druck. Heute wird in Großbritannien ein Inflationsbericht veröffentlicht, den der Markt entweder bereits eingepreist hat oder möglicherweise ignorieren könnte. In jedem Fall wird mit einer Verlangsamung der Inflation gerechnet, was die Attraktivität des Pfunds aus Sicht der Trader verringern dürfte. Die Bank of England wird die Geldpolitik mit einem rückläufigen Verbraucherpreisindex mit Sicherheit nicht straffen. In Bezug auf die Geopolitik herrscht weiterhin völlige Unsicherheit. Aufgrund dieser Unsicherheit kann der Markt weder die Energiepreise noch die Inflation oder die künftigen Maßnahmen der Zentralbanken zuverlässig einschätzen.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Dienstag ein starkes Verkaufssignal gebildet. Während der europäischen Handelssitzung testete der Kurs das Niveau von 1,3456 punktgenau, prallte davon ab und lief bis zum Ende des Tages in den Bereich 1,3380–1,3386. Damit konnten Anfänger Short-Positionen eröffnen, die einen Gewinn von 50–60 Pips einbrachten.
Handelsideen für Mittwoch:
Im Stunden-Chart hat das Währungspaar GBP/USD einen neuen Abwärtstrend begonnen. Nach drei Wochen mit Kursanstiegen war eine Korrektur notwendig. Es ist schwer zu sagen, wie lange das Pfund noch fallen wird, aber Händler haben derzeit mit der Trendlinie einen guten Orientierungspunkt. Solange sich der Kurs unterhalb dieser Linie hält, bleibt der Abwärtstrend intakt.
Am Mittwoch können Anfänger neue Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 etabliert, mit Kurszielen bei 1,3319–1,3331. Ein Ausbruch und eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 ermöglichen Long-Positionen mit Zielen bei 1,3456–1,3476.
Im 5-Minuten-Chart können die folgenden Niveaus gehandelt werden: 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Mittwoch wird in Großbritannien der wichtigste Bericht der Woche – die Inflationsdaten – veröffentlicht. Angesichts der Schwäche der britischen Währung in den vergangenen drei Tagen gehen wir jedoch davon aus, dass dieser Bericht teilweise bereits eingepreist sein könnte. In jedem Fall ist mit einer Marktreaktion auf die Inflationsdaten zu rechnen, da die künftigen Schritte der BoE von diesem Indikator abhängen.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten weitere Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale bilden. Technische Niveaus können in solchen Phasen vernachlässigt werden.
- Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Erläuterungen zu den Charts:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit maximaler Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche, gegen den vorangegangenen Verlauf gerichtete Umkehrbewegungen zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel ist. Entscheidend für langfristigen Erfolg ist die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Money-Management.