Analyse makroökonomischer Berichte:

Für den Mittwoch sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen terminiert. Im Grunde ist der einzige nennenswerte Bericht die Inflationsveröffentlichung aus dem Vereinigten Königreich, die vom Markt möglicherweise bereits eingepreist wurde. Zur Erinnerung: Das britische Pfund hat in den letzten Tagen nachgegeben, und der Markt rechnet mit einer Abschwächung der Inflation. Ein Rückgang der Inflation würde bedeuten, dass die Bank of England noch weniger Gründe hat, die Geldpolitik zu verschärfen. Daher könnte der Markt diesen Faktor bereits berücksichtigt haben. In Deutschland, den USA und der Eurozone stehen heute keine bedeutenden Veröffentlichungen an.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Am Mittwoch gibt es unter den fundamentalen Ereignissen absolut nichts Hervorhebenswertes. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank ist für Donnerstag angesetzt, und die Sitzungen der Bank of England und der Federal Reserve finden in der nächsten Woche statt. Daher können sich die Mitglieder der geldpolitischen Ausschüsse derzeit nicht zur Konjunktur oder zu den Leitzinsen äußern.
Der geopolitische Hintergrund verschlechtert sich erneut. Ein weiterer Waffenstillstand wurde gebrochen, und die Vereinigten Staaten und Iran haben die Kampfhandlungen wieder aufgenommen. Derzeit finden keine Verhandlungen statt. Donald Trump bereitet neue Angriffe gegen Iran vor, während Teheran jederzeit bereit ist, mit einer Blockade der Bab al-Mandab-Straße zu reagieren. Gestern kündigten die jemenitischen Huthi eine Blockade Saudi-Arabiens an, womit sie vermutlich eine Blockade des Roten Meeres meinten. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, was einen neuen Anstieg der Ölpreise auslöst.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnte sich der Euro erneut eher träge bewegen, während das Britische Pfund voraussichtlich typisch volatil bleibt. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1363–1,1377 gehandelt werden, während das Britische Pfund aus dem Bereich von 1,3380–1,3386 gehandelt werden kann. Der Euro verharrt weiterhin in einem waagerechten Kanal, während das Britische Pfund drei Wochen gestiegen ist und nun einen neuen Abwärtstrend begonnen hat.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Kanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels sehr nahe beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen bzw. als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder gegebenenfalls der Markt verlassen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Devisenhandel sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.