Handelsanalyse und Tipps für die Gemeinschaftswährung Euro
Der Test bei 1,1371 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als sich der MACD-Indikator deutlich von der Nulllinie nach oben entfernte, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Schwache Daten zum Verbrauchervertrauen gaben gestern den Ton für den Handel an und entzogen dem Dollar seine Unterstützung. Der Verbrauchervertrauensindex fiel anstelle des erwarteten Anstiegs auf 92,4 Punkte auf 90,8 Punkte und spiegelte damit eine Verschlechterung der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage wider. Dieser Indikator ist wichtig, weil der Markt ihn nutzt, um die Bereitschaft der Bevölkerung zum Ausgeben – und damit die Aussichten für das Wirtschaftswachstum – zu beurteilen. Daher schwächte sein Rückgang die Erwartungen an eine baldige Straffung der Politik der Federal Reserve. Die Gemeinschaftswährung profitierte von dieser Dollarschwäche. Da die enttäuschenden Daten die Nachfrage nach dem US‑Dollar dämpften, begann sich das Währungspaar EUR/USD zu erholen. Zusätzlichen Einfluss hatten weitere sekundäre Daten, die ebenfalls schwächer als prognostiziert ausfielen.
Heute startet der Euro mit einer eher dünnen Agenda in die erste Tageshälfte; einziger wichtiger Punkt ist der deutsche Importpreisindex. Die Importpreise zeigen an, wie stark sich die ins Land eingeführten Waren verteuern, und gelten als Frühindikator für die Inflation, da ihr Anstieg sich nach und nach im Endpreis der Produkte niederschlägt. Sollten die Daten schwach ausfallen, erscheint eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung des Euro eher unwahrscheinlich, da es dem Währungspaar EUR/USD offensichtlich an interner Unterstützung fehlt, um seinen jüngsten Aufwärtsimpuls vor der Fed-Sitzung überzeugend weiterzuentwickeln.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario #1: Heute plane ich, Euro zu kaufen, sobald der Kurs den Bereich um 1,1404 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1422. An der Marke von 1,1422 plane ich, den Markt zu verlassen und sofort Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Mit einem Anstieg des Euro ist vernünftigerweise erst nach starken Daten zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario #2: Ich plane heute außerdem, Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1388 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzt und eine Aufwärtskorrektur eingeleitet. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1404 und 1,1422 ist dann zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario #1: Heute plane ich, Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1388 erreicht wurde (rote Linie im Chart). Das Kursziel ist das Niveau von 1,1360, wo ich beabsichtige, die Short-Positionen zu schließen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute bei schwachen Daten zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario #2: Ich plane heute außerdem, Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1404 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzt und eine Abwärtskorrektur eingeleitet. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1388 und 1,1360 ist dann zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Preis für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern von Gewinnen, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätzter Preis für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an den Zonen von Überkauft und Überverkauft zu orientieren.
Wichtig: Neue Trader am Forex-Markt sollten Entscheidungen über den Markteintritt sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne das Setzen von Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist es entscheidend, einen klaren Handelsplan zu haben, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader von Natur aus eine verlustreiche Strategie.