Analyse des Donnerstagshandels:
1-Stunden-Chart für GBP/USD

Das Währungspaar GBP/USD zeigte sich am Donnerstag über weite Strecken nahezu unbewegt. Die Volatilität betrug nicht mehr als 40 Pips – ein für das britische Pfund geringer Wert, der auf einen fast vollständigen Stillstand hindeutet. Entsprechend gibt es vom Vortag praktisch nichts zu analysieren. Weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wurden wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, und auch aus der Geopolitik gab es keine relevanten Nachrichten. Nach unbestätigten Berichten laufen weiterhin Verhandlungen zwischen Oman und Iran über die Öffnung der Straße von Hormus und die Festlegung von Schifffahrtsrouten; allerdings reagiert bislang nur der Ölmarkt auf diese Meldungen. Devisenhändler messen diesen Nachrichten keine große Bedeutung bei, solange der Konflikt zwischen den USA und Iran insgesamt anhält. Dieser könnte sich noch sehr lange hinziehen. Daher suchen Trader derzeit nach jeglichen Informationen, die Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve und der Bank of England zulassen. Die Fed steht dabei für die Marktteilnehmer klar im Vordergrund, und in den letzten Wochen hat sich die zuvor „hawkishe“ Stimmung an den Märkten allmählich abgeschwächt.
5M-Chart für GBP/USD

Im 5-Minuten-Chart haben sich am Donnerstag keine Handelssignale gebildet. Formal hat sich das britische Pfund unterhalb der Zone von 1,3456–1,3476 etabliert, aber eine Konsolidierung nur 5 Pips unter einem wichtigen Bereich kann kaum als signifikant angesehen werden. In der GBP/USD-Paarung gab es gestern keine nennenswerten Bewegungen, sodass es nichts zu handeln gab.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stundenchart hält das GBP/USD-Paar an einem Aufwärtstrend fest. Unserer Ansicht nach wird das britische Pfund weiter steigen, selbst wenn lokale Faktoren keine Unterstützung liefern. Im Wochenchart dauert die Bewegung von der unteren Begrenzung des Konsolidierungskanals zur oberen Begrenzung nun schon seit einem Monat an. Diese Bewegung ist noch nicht abgeschlossen. Das Vertrauen in eine Zinserhöhung der Fed im September schwindet; der Markt schenkt geopolitischen Themen kaum noch Beachtung, und technische Faktoren unterstützen das Wachstum des britischen Pfunds.
Am Freitag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn sich eine überzeugendere Konsolidierung unterhalb der Zone 1,3456–1,3476 ausbildet, mit Kurszielen bei 1,3380–1,3386. Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, wenn es zu einer Konsolidierung oberhalb der Zone 1,3456–1,3476 kommt, mit Zielen bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart kann der Handel derzeit um die Marken 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695 stattfinden. Am Freitag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse geplant, während in den USA wichtige Berichte zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht werden. Diese Berichte werden darüber entscheiden, ob die Fed ihre Geldpolitik in naher Zukunft strafft. Wir erinnern Anfänger daran, dass eine Zinserhöhung ein „bullischer“ Faktor für die Währung ist.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird anhand der Zeit beurteilt, die zu seiner Bildung benötigt wurde (Abprall oder Durchbruch eines Levels). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Level herum aufgrund falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl falscher Signale oder überhaupt keine generieren. Technische Levels können dann an Aussagekraft verlieren.
- Beim Handel auf der Grundlage von MACD-Signalen im Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und nur dann zu tun, wenn eine Trendlinie oder ein Kanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was die Charts zeigen:
Unterstützungs- und Widerstands-Preislevels (Zonen) sind die Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder Quellen für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Forex-Einsteiger sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein vernünftiges Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.