Analyse der Trades und Handelstipps für die Gemeinschaftswährung Euro
Der Preistest bei 1,1549 fand statt, als sich der MACD-Indikator bereits deutlich über der Nulllinie befand, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Die Verlangsamung der amerikanischen Inflation drückte den Dollar zunächst nach unten und den Euro nach oben, jedoch nur kurzzeitig, und ein deutlicher Anstieg des Paares blieb aus. Der jährliche Verbraucherpreisindex ging von 3,5 % im Juni auf 3,4 % zurück, während die Kerninflation von 2,6 % auf 2,5 % fiel, was die Argumente für eine straffe Politik der Federal Reserve vorübergehend abschwächte. Der Markt kühlte jedoch schnell wieder ab, da die Monatsdaten exakt den Prognosen entsprachen und keine Überraschungen boten. Diese Übereinstimmung mit den Erwartungen war der entscheidende Grund für die verhaltene Reaktion. Der Gesamt-VPI stieg nach einem Rückgang von 0,4 % im Vormonat um 0,1 %, während der Kernindex um 0,2 % zulegte – beide Werte entsprachen genau den Prognosen. Da es keine deutliche Abweichung gab, hatte der Markt keinen Anlass, massiv gegen den Dollar zu wetten, und der Bericht nahm einen Teil der Spannungen, die sich nach der Fed-Sitzung im Juli aufgebaut hatten, aus dem Markt.
Die Gemeinschaftswährung nutzte die kurzfristige Schwäche des Dollars, konnte den Aufwärtsimpuls jedoch nicht verstärken. Das Währungspaar EUR/USD legte moderat zu und spiegelte damit die nachlassende Inflation wider, doch das Ausbleiben von Überraschungen in den Daten begrenzte das weitere Aufwärtspotenzial.
Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit Fokus auf die Veröffentlichung der Industrieproduktion im Euroraum, die den zentralen Wegweiser für die heutige Sitzung darstellt. Die Industrieproduktion zeigt, wie viele Güter die Unternehmen in der Region hergestellt haben. Sie gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität, da ihr Anstieg auf Unternehmensvertrauen hindeutet und die Gemeinschaftswährung über Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank stützt. Gleichzeitig reagiert der Markt in erster Linie auf Abweichungen zwischen den tatsächlichen Daten und den Prognosen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, Euro zu kaufen, wenn der Kurs etwa 1,1530 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1556. Ich plane, bei 1,1556 aus dem Markt auszusteigen und den Euro dort auch wieder zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Mit einem Anstieg des Euro ist nur nach guten Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Außerdem beabsichtige ich heute Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1520 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtswende am Markt führen. Ein Anstieg auf die Widerstandsbereiche 1,1530 und 1,1556 ist möglich.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1520 erreicht (die rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1495, wo ich plane, aus dem Markt auszusteigen und unmittelbar wieder zu kaufen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, falls die Konjunkturdaten schwach ausfallen. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute ebenfalls, Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1530 kommt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtswende am Markt führen. Ein Rückgang auf die Unterstützungsbereiche 1,1520 und 1,1495 ist möglich.

Was im Chart dargestellt ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Kurs, an dem Take-Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätzter Kurs, an dem Take-Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Veröffentlichung von Nachrichten zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Depot sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading setzt einen klaren Handelsplan voraus, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen allein auf Basis der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.