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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation stützt das Pfund

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Analysen:::2026-08-19T16:22:35

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation stützt das Pfund

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Inflation stützt das Pfund

Das Währungspaar GBP/USD steigt weiter, was ich für vollkommen gerechtfertigt halte. Die jüngsten Daten zur US-Wirtschaft, zum Arbeitsmarkt und zur Inflation haben die Frage, ob das FOMC die Zinsen im September anheben wird, im Grunde entschieden. Die Nonfarm Payrolls sind zum vierten Mal in Folge zurückgegangen und ins Negative gerutscht. Die US-Wirtschaft verlangsamt sich. Die Inflation geht zurück. Die Lage kann sich mit den August-Daten noch ändern, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das FOMC einer abwartenden Haltung deutlich näher als einer restriktiveren Entscheidung. Beim Bank of England hingegen ist nach dem Inflationsbericht für Juli die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung bis Jahresende gestiegen. Die Inflation hat – wenn auch nur leicht – angezogen, und dieser Anstieg könnte den Beginn eines neuen Trends markieren.

Haben die Bären derzeit irgendwelche Perspektiven? Meiner Ansicht nach nicht. Ich habe in früheren Artikeln bereits darauf hingewiesen, dass der Liquiditätssweep vom Hoch vom 15. Juli nicht überzeugend aussah, während die bullische Imbalance 26 nicht nur als Interessenszone für die Bullen dient, sondern auch als Unterstützungsbereich für den Kurs. Heute könnte sich ein neues Kaufsignal bilden, was den Kaufdruck nur noch verstärken würde. Die Bären verfügen momentan weder über ein Muster noch über ein Signal.

Wie bereits erwähnt, wirkt die Geopolitik nicht mehr unterstützend für den Dollar, da die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran de facto ins Stocken geraten sind. Offiziell verhandelt Teheran nur noch mit Oman. Es bleibt unklar, was diese Gespräche im Hinblick auf ein Kriegsende und die Wiederöffnung der Straße von Hormus tatsächlich bewirken können. Iran mag sich mit Oman auf Modalitäten zur Kontrolle der Straße von Hormus einigen können, doch wie würde das den Konflikt mit den Vereinigten Staaten lösen und die US-Blockade der Meerenge beenden?

In dieser Woche sind die Ölpreise auf 93 US-Dollar je Barrel gestiegen und könnten meiner Einschätzung nach in naher Zukunft wieder über 100 US-Dollar klettern, falls die Straße von Hormus geschlossen bleibt. In diesem Fall würden die Inflationsraten in den Vereinigten Staaten oder im Vereinigten Königreich erneut zu steigen beginnen. Sollte der Konflikt jedoch gelöst werden (wie auch immer), könnten die Ölpreise wieder in den Bereich von 60–70 US-Dollar je Barrel zurückfallen. Dann müsste die Fed ihre Geldpolitik womöglich gar nicht straffen, während das Bank of England aktuell nicht durch ein akutes Inflationsproblem belastet ist. Im Moment allerdings ist es die Fed, die keinen hawkischen Schritt gehen kann, während das Bank of England im Gegensatz dazu bereit ist, die Geldpolitik zu straffen, falls die Inflation wieder anzieht. Das ist der entscheidende Unterschied. Daher hat das Pfund meiner Meinung nach derzeit einen gewissen Vorteil gegenüber dem Dollar.

Die Chartanalyse zeigt einen erneuten bullischen Vorstoß. Aktuell stehen den Tradern drei bullische Imbalances (24, 25 und 26) zur Verfügung, innerhalb derer Long-Positionen in Betracht gezogen werden können. Aus der Imbalance 24 ist bereits ein bullisches Signal entstanden, auf das Trader hätten reagieren können. Die Imbalance 25 ist bislang ungetestet. Die Imbalance 26 könnte heute ein Kaufsignal generieren. Momentan gibt es keine bärischen Muster. Daher können Trader ihre Long-Positionen weiter offenhalten und auf die Reaktion an der Imbalance 26 warten, um die Fortsetzung des aktuellen Aufwärtstrends zu bestätigen. Der Liquiditätssweep vom Hoch vom 15. Juli wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit als Fehlsignal herausstellen. Ich würde ihn nur dann berücksichtigen, wenn die Imbalance 26 hinfällig wird.

Das ökonomische Umfeld am Mittwoch hat die Bullen unterstützt. Die Inflation hat leicht angezogen und das Bank of England damit näher an eine geldpolitische Straffung herangeführt. Eine Zinserhöhung im September ist zwar eher unwahrscheinlich, aber entscheidend ist hier die Wahrscheinlichkeit insgesamt und wie nahe die Notenbank der einen oder anderen Entscheidung ist. Meiner Meinung nach sind die Chancen auf eine Zinserhöhung durch das Bank of England bis zum Jahresende sogar höher als die Chancen auf eine Zinserhöhung durch das FOMC.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld ist nach wie vor so, dass ich langfristig nichts anderes als eine Abschwächung der US-Währung erwarte. Daran hat auch der Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nichts geändert. Ebenso wenig die Aussicht auf mögliche Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2026. Die geopolitischen Entwicklungen haben den Markt für einige Monate an den Status des Dollars als „sicheren Hafen“ erinnert, aber die aktive Phase des Konflikts ist bereits vorbei. In den vergangenen Wochen sind die Chancen auf eine geldpolitische Straffung durch das FOMC deutlich gesunken, was den Dollar belastet. Daher sind aus meiner Sicht sämtliche Dollar-Anstiege nur temporär und von kurzer Dauer. Ich sehe keinen Grund für einen neuen bärischen Vorstoß.

Wirtschaftskalender USA und UK:

  • Vereinigte Staaten – Veränderung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Philadelphia-Fed-Index für das Verarbeitende Gewerbe (12:30 UTC).

Am 20. August weist der Wirtschaftskalender zwei Termine aus, von denen keiner von größerer Bedeutung ist. Das wirtschaftliche Umfeld dürfte die Marktstimmung am Donnerstag kaum beeinflussen.

GBP/USD Prognose und Trading-Tipps:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Nach den Liquiditätssweeps der beiden letzten Swings und der Bildung einer Reihe von Kaufsignalen haben die Bullen eine Aufwärtsbewegung eingeleitet, die weiterhin anhält. Derzeit sehe ich keine Grundlage für einen bärischen Angriff, da es weder bärische Muster noch Signale gibt. Die Bullen haben ein Kaufsignal aus der Imbalance 24 erhalten, das nach wie vor gültig ist. Heute könnte sich an der Imbalance 26 ein neues Kaufsignal bilden. Das Ziel für den Anstieg des Pfunds ist das Hoch vom 1. Mai bei 1,3656, also rund 100 Pips entfernt. Den Liquiditätssweep des Swings bei 1,3557 würde ich nur dann in Betracht ziehen, wenn die Imbalance 26 hinfällig wird.

Analyst InstaForex
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