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FX.co ★ EUR/USD Überblick. 21. August. Der Dollar ist der Hauptverlierer

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Analysen:::2026-08-21T02:11:12

EUR/USD Überblick. 21. August. Der Dollar ist der Hauptverlierer

EUR/USD Überblick. 21. August. Der Dollar ist der Hauptverlierer

Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Aufwärtsbewegung am Donnerstag ruhig fort, wobei jeder Analyst die Situation auf seine eigene Weise erklärte. Wir bestreiten nicht, dass die Entscheidung des US-Finanzministeriums, das Rückkaufprogramm für langfristige Anleihen auszuweiten, die Stabilität des US-Dollars deutlich beeinflusst hat. Dennoch haben wir bereits häufig eine Reihe von Gründen dargelegt, warum der Dollar weiter fallen wird. Die Entscheidung des Finanzministeriums wurde zum sprichwörtlichen „letzten Tropfen“. Der Mechanismus ist recht einfach: Das US-Finanzministerium beabsichtigt, eigene Anleihen in doppeltem Umfang zurückzukaufen, um deren Rendite zu senken und die Gesamtbelastung für den Haushalt und die Staatsverschuldung zu verringern. Die Staatsverschuldung ist in den ersten eineinhalb Jahren der Präsidentschaft von Donald Trump „nur“ um 3 Billionen US‑Dollar gestiegen und hat die Marke von 40 Billionen US‑Dollar überschritten. Mittlerweile übersteigen die Kosten für den Schuldendienst die Verteidigungsausgaben. Einfach gesagt: Die US-Regierung gibt am meisten Geld für Zinsen auf Anleihen und Kredite aus. Das ist kaum zu fassen.

Doch selbst ohne die aktuellen Probleme waren die Aussichten für die US-Währung äußerst unklar. Die hohe Staatsverschuldung war schon vorher bekannt. Auch die außergewöhnlich hohen Kosten für deren Bedienung sind seit Langem ein Thema. Es ist offensichtlich, dass mit weiter wachsender Verschuldung auch die Zins- und Tilgungszahlungen steigen werden. Daher sehen wir diese beiden Nachrichten nicht als den eigentlichen Grund für den Kursrückgang des US-Dollars am Mittwoch und Donnerstag. Die Entscheidung des Finanzministeriums, die Anleiherückkäufe zu erhöhen, ist in erster Linie ein Warnsignal an den Markt.

Mit anderen Worten: Selbst das Finanzministerium erkennt inzwischen, wohin Trumps Politik führt. Wenn dort Alarm geschlagen wird, gibt es tatsächliche Gründe zur Sorge. Darüber hinaus signalisiert die neue Politik des US-Finanzministeriums niedrigere Anleiherenditen. Die Nachfrage nach ihnen wird zurückgehen, und das frei werdende Kapital der Investoren wird in risikoreichere Anlagen fließen: Aktien, Kryptowährungen und so weiter. Das erklärt zum Beispiel den starken Kurssprung von Bitcoin.

Für den Dollar hat sich die Lage am Mittwoch weiter verschlechtert, obwohl sie bereits zuvor kritisch war. Die Federal Reserve dürfte voraussichtlich auf eine weitere Straffung der Geldpolitik verzichten, der Arbeitsmarkt schwächt sich ab, die Konjunktur kühlt sich ab, die Staatsverschuldung steigt, die Kosten für den Schuldendienst nehmen zu, und Trumps „goldenes Zeitalter“ ist noch in weiter Ferne, während die Geopolitik dem Dollar längst nicht mehr wohlgesonnen ist. Wichtig ist zudem das technische Bild, auf das wir laufend hinweisen. Trotz der Tatsache, dass der Markt ein ganzes Jahr in einer engen Spanne gehandelt hat (was im Wochenchart deutlich erkennbar ist), fallen diese Bewegungen unter den Begriff „Seitwärtsphase“ oder „Korrektur“. Mit anderen Worten: Über ein gesamtes Jahr hinweg hat der Dollar keinerlei Wachstum gezeigt, abgesehen von einer kleinen Korrektur (im globalen Maßstab betrachtet). Und das trotz erheblicher geopolitischer Unterstützung. Unsere Prognosen bleiben daher unverändert: ein langfristiger Abwärtstrend für die US-Währung. Solange Trump Präsident bleibt, sind für den Dollar keine guten Zeiten in Sicht.

EUR/USD Überblick. 21. August. Der Dollar ist der Hauptverlierer

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD in den vergangenen fünf Handelstagen beträgt mit Stand 21. August 57 Pips und gilt damit als „durchschnittlich“. Für Freitag erwarten wir eine Bewegung des Paares in einer Spanne zwischen 1,1622 und 1,1736. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach unten gerichtet, was darauf hinweist, dass der Abwärtstrend grundsätzlich intakt bleibt, auch wenn er sich bereits verändert hat. Der CCI-Indikator ist erneut in den überkauften Bereich eingetreten und warnt vor einer möglichen neuen Abwärtskorrektur.

Nächste Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,1658

S2 – 1,1597

S3 – 1,1536

Nächste Widerstandsniveaus:

R1 – 1,1719

R2 – 1,1780

R3 – 1,1841

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD setzt seinen Aufwärtstrend im 4‑Stunden‑Chart fort, was auf den Beginn einer neuen Phase des globalen Aufwärtstrends in höheren Zeitebenen hindeutet. Das übergeordnete fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 hatten geopolitische Faktoren, gefolgt von der restriktiven Haltung der Fed, der US‑Währung starke Unterstützung verliehen. Aktuell stützen diese Faktoren den Dollar jedoch nicht mehr. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können auf Korrekturen basierende Short‑Positionen mit einem Ziel bei 1,1536 in Betracht gezogen werden. Oberhalb des gleitenden Durchschnitts bleiben Long‑Positionen mit Zielen bei 1,1719 und 1,1736 relevant.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionkanäle helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Sind beide in dieselbe Richtung gerichtet, deutet dies auf einen starken Trend hin.
  • Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen: 20, 0, smoothed) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die derzeit gehandelt werden sollte.
  • Murray‑Niveaus sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) stellen den wahrscheinlichen Preiskanal dar, innerhalb dessen sich das Paar in den nächsten 24 Stunden auf Basis der aktuellen Volatilitätskennzahlen wahrscheinlich bewegen wird.
  • Wenn der CCI‑Indikator in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) eintritt, deutet dies darauf hin, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

Analyst InstaForex
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