
Das Währungspaar GBP/USD blieb am Montag weitgehend unbewegt, da den Händlern im Tagesverlauf praktisch keine marktbewegenden Impulse zur Verfügung standen. Angesichts eines völlig leeren Terminkalenders für Montag war nur mit geringen Kursausschlägen zu rechnen. Zwar gab es einige Nachrichten, doch keine davon deutete auf eine spürbare Veränderung des Werts des US‑Dollars oder des britischen Pfunds hin.
Ein zentrales Thema am Devisenmarkt bleibt weiterhin die Politik von Donald Trump, die mit der Schaffung neuer Konflikte weltweit einhergeht. Erst am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass Kanada und die USA keine Einigung über ein Handelsabkommen erzielt haben, woraufhin Washington einen Zoll von 50 % auf die meisten kanadischen Importe verhängte. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte an, dass Ottawa ab dem 8. September mit Gegenzöllen reagieren werde, und die Trump‑Administration hat bereits mit der Ausarbeitung eines neuen Zollpakets begonnen. Falls jemand das Phänomen namens Handelskrieg vergessen haben sollte, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich an das Jahr 2025 zu erinnern, als der US‑Dollar stark an Wert verlor.
Eine neue Runde handelspolitischer Konfrontation könnte auch mit China beginnen, mit dem im vergangenen Jahr eine brüchige Vereinbarung erzielt wurde. Zur Erinnerung: Im Jahr 2025 erreichten die Einfuhrzölle zwischen beiden Ländern Spitzenwerte von bis zu 250 %. In diesem Jahr scheint Trump der Ansicht zu sein, dass die Beziehungen zwischen den USA und China zu langweilig geworden sind, weshalb sie wieder „aufgemischt“ werden müssten. Allerdings will Trump dieses Mal nicht gegen eine vermeintliche allgemeine Ungerechtigkeit gegenüber Amerika kämpfen, sondern gegen das leidende Iran. Trump hat beschlossen, eine vollständige finanzielle Blockade gegen Teheran zu verhängen und das Land vollständig von Finanzströmen abzuschneiden. Da Amerika den Iran nicht einkreisen kann und in diesem Konflikt den Blutzoll insgesamt begrenzen will, stellt sich Trump vor, dass andere Staaten sich der Konfrontation mit dem Iran anschließen sollen. Im vergangenen Jahr erhielt Trump keine Unterstützung von den europäischen Ländern, und dieses Jahr versucht er, Staaten einzubinden, zu denen Teheran verbündete Beziehungen unterhält.
Im Vordergrund steht dabei vor allem China, der wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Trump ist der Meinung, dass alle Länder, die mit dem Iran Geschäfte machen, dieses „Unsinn“ umgehend beenden und sich auf die Seite der USA stellen müssten. Wir können nahezu mit Sicherheit davon ausgehen, dass Peking diese Auffassung nicht teilt und seinen eigenen politischen Kurs fortsetzen wird. Da Trump bereits öffentlich umfassende Sanktionen und Zölle gegen jedes Land angekündigt hat, das den Iran unterstützt, ist davon auszugehen, dass neue Zölle und Beschränkungen gegen China vorgeschlagen werden. Peking wiederum wird seinerseits Zölle und Restriktionen gegen die USA verhängen. Damit könnte sich die zweite Jahreshälfte 2026 unter dem Vorzeichen einer zweiten Runde eines globalen Handelskriegs entwickeln. Zur Erinnerung: Der Handelskrieg war im vergangenen Jahr der Hauptgrund für die Schwäche des Dollars. Folglich wird der ohnehin schon langen Liste der Faktoren, die den Dollar belasten, ein weiterer hinzugefügt.

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares über die letzten 5 Handelstage betrug zum 25. August 60 Pips. Für das Pfund/Dollar-Paar gilt dieser Wert als „durchschnittlich“. Am Dienstag, dem 25. August, erwarten wir eine Bewegung in einer Spanne, die durch die Marken 1,3572 und 1,3692 begrenzt wird. Der obere lineare Regressionskanal ist nach oben gerichtet, was auf einen Aufwärtstrend hinweist. Der CCI-Indikator ist erneut in die überkaufte Zone eingetreten und signalisiert eine mögliche Korrektur.
Nächste Unterstützungszonen:
S1 – 1,3611
S2 – 1,3550
S3 – 1,3489
Nächste Widerstandszonen:
R1 – 1,3672
R2 – 1,3733
R3 – 1,3794
Handelsempfehlungen:
Das Währungspaar GBP/USD befindet sich weiterhin in einem Aufwärtstrend. Die Politik von Donald Trump wird weiterhin Druck auf die US-Wirtschaft ausüben, daher erwarten wir kein langfristiges Wachstum des US-Dollars. Bisher ist das Jahr 2026 für den Dollar aufgrund geopolitischer Faktoren äußerst positiv verlaufen, doch jedes Märchen hat ein Ende.
Im Wochenchart zeigt sich ein Seitwärtsmarkt zwischen 1,3150 und 1,3780 im Rahmen eines vierjährigen Aufwärtstrends, was ein anhaltendes mittelfristiges Wachstum der britischen Währung unterstützt. Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,3672 und 1,3702 können in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Befindet sich der Kurs unterhalb der gleitenden Durchschnittslinie, können Short-Positionen mit Zielen bei 1,3550 und 1,3489 eröffnet werden.
Anmerkungen zu den Abbildungen:
- Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen derzeit starken Trend hin.
- Gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen: 20, 0, smoothed) bestimmt den kurzfristigen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung.
- Murray Levels – Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
- Volatilitätsniveaus (rote Linien) – der wahrscheinliche Preiskanal, in dem sich das Paar auf Basis der aktuellen Volatilitätskennzahlen in den nächsten 24 Stunden bewegen wird.
- CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) weist auf eine bevorstehende Trendwende in die entgegengesetzte Richtung hin.