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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Warten auf die zentralen Ereignisse am Freitag

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Analysen:::2026-08-27T16:17:34

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Warten auf die zentralen Ereignisse am Freitag

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Warten auf die zentralen Ereignisse am Freitag

Das Währungspaar EUR/USD steigt nun seit einem Monat, wobei die Aufwärtsbewegung nach zwei Liquiditätsabholungen begann, die auf dem Chart durch rote Linien markiert sind. In der vergangenen Woche haben sich zwei neue Ungleichgewichte – 20 und 21 – gebildet. Beide sind „bullisch“. Das nächstgelegene Ungleichgewicht könnte jederzeit in dieser Woche ein Signal liefern. Es wurde faktisch bereits getestet; nun bleibt nur abzuwarten, ob eine Reaktion erfolgt oder ob es ungültig wird. Das Ungleichgewicht 21 ist rund 80 Punkte breit, was recht beachtlich ist. Daher könnte der Kurs in die Zone des Ungleichgewichts 21 eintreten und dort längere Zeit verbleiben. Er könnte sogar bis auf 1,1589 fallen und erst dann einen neuen Aufwärtsimpuls mit der Bildung eines „bullischen“ Signals starten. In jedem Fall bleibt die Stimmung am Markt „bullisch“, womit mit Kaufsignalen zu rechnen ist.

Aus meiner Sicht stützt das fundamentale Umfeld die Bullen weiterhin vollumfänglich. Erstens ist auf jedem Chart klar zu erkennen, dass die europäische Währung ihren Anstieg von relativ niedrigen Niveaus aus begonnen hat, gemessen am durchschnittlichen Preis des vergangenen Jahres. Das bedeutet, dass nach oben weiterhin Potenzial besteht. Zweitens rechnet der Markt im September nicht mehr mit einer Straffung der Geldpolitik durch das FOMC. Drittens stellt der Markt zunehmend infrage, ob die Fed unter Kevin Warsh die Geldpolitik überhaupt straffen kann. Viertens haben die jüngsten US-Konjunkturdaten enttäuscht. Fünftens liefern die geopolitischen Entwicklungen den Bären beziehungsweise dem Dollar keine Unterstützung mehr. Sechstens könnte die EZB im Herbst eine weitere Straffung der Geldpolitik vornehmen. Siebtens hat das US-Finanzministerium beschlossen, seine Käufe von langfristigen Anleihen zu erhöhen, was die Nachfrage nach dem Dollar verringert. Achtens könnte in naher Zukunft ein neuer Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada sowie zwischen den Vereinigten Staaten und China beginnen. Daher sehe ich keinen Grund für einen „bearischen“ Vorstoß.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten fielen schwach aus, die Inflation hat sich verlangsamt und das BIP-Wachstum ist zurückgegangen. Diese drei Faktoren haben Zweifel an Zinserhöhungen durch das FOMC nicht nur im September, sondern auch auf absehbare Zeit geweckt. Genau dieser Faktor hatte die Bären noch im Juni gestützt, richtet sich nun aber ebenfalls gegen sie. Meiner Ansicht nach liegt die einzige verbliebene Chance der Bären derzeit in einer neuen Eskalation im Nahen Osten. Donald Trump sucht jedoch keine militärische Eskalation. Er möchte nun wirtschaftlichen Druck auf den Iran ausüben.

Die aktuelle Chartstruktur spricht für eine sehr wahrscheinliche Fortsetzung der „bullischen“ Dynamik. Das „bearische“ Ungleichgewicht 17 wurde getestet, die Reaktion darauf fiel schwach aus, und dieses Muster gilt nun als ungültig. Das „bullische“ Ungleichgewicht 19 blieb ungetestet. Auch das neue „bullische“ Ungleichgewicht 20 lieferte den Tradern kein Kaufsignal. Nun hat sich ein weiteres „bullisches“ Ungleichgewicht, 21, gebildet, das in dieser Woche ein Signal generieren könnte. Derzeit verfügen die Bullen über deutlich stärkere Positionen und Perspektiven als die Bären.

Das ökonomische Umfeld war am Donnerstag nahezu abwesend. Am Morgen wurde in Deutschland der Verbraucherindikator für das Konsumklima veröffentlicht, der erneut im roten Bereich lag, wenn auch leicht besser als erwartet. Diese „leichte“ Verbesserung konnte die Bullen jedoch nicht begeistern. In der zweiten Tageshälfte wurde in den USA der Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, der am Markt noch weniger Beachtung fand als der Indikator zum Konsumklima. Infolgedessen bewegt sich das Paar nun bereits den sechsten Tag in Folge nur sehr träge. Die Aktivität der Trader liegt nahe null. Die Chartstruktur ist unverändert.

Die Bullen haben auch 2026 noch zahlreiche Gründe für einen Angriff, und selbst der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat ihre Zahl nicht verringert. Strukturell und auf globaler Ebene haben sich Trumps Politik, die im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang des Dollars führte, nicht geändert. Derzeit sehe ich trotz der formell „hawkishen“ Haltung des FOMC keine wesentlichen Faktoren, die die US-Währung stützen. Die geopolitischen Entwicklungen, welche die Nachfrage nach der US-Währung über weite Teile der ersten Jahreshälfte 2026 gestützt haben, tun dies nicht mehr. Der Konflikt im Nahen Osten ist zwar nicht gelöst, doch von Seiten des Iran oder der Vereinigten Staaten kam es zu keinen neuen Kampfhandlungen.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:

  • Deutschland – Arbeitslosenquote (07:55 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Rede des FOMC-Vorsitzenden Kevin Warsh (14:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Jahresrevision der Nonfarm Payrolls (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 28. August umfasst drei Ereignisse, von denen zwei wichtig sind. Das ökonomische Umfeld wird die Stimmung am Markt am Freitagnachmittag spürbar beeinflussen.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Paar weiterhin im Prozess der Ausbildung eines „bullischen“ Trends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor sechs Monaten zwar deutlich zugunsten der Bären verschoben, doch der Trend selbst kann nicht als aufgehoben oder abgeschlossen gelten. Daher können die Bullen ihren Vormarsch nach zwei Liquiditätsabholungen von klar definierten Tiefs aus durchaus fortsetzen. Derzeit verfügen die bullischen Trader mit dem Ungleichgewicht 21 über eine hervorragende Unterstützungszone. In dieser Woche könnte ein neues Kaufsignal entstehen. Ich sehe für die europäische Währung die Marken 1,1797 und 1,1850 als Aufwärtsziele.

Analyst InstaForex
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