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FX.co ★ EUR/USD-Überblick. 2. September. Inflation in der EU: Im Rahmen der Prognosen, aber weiterhin erheblich

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Analysen:::2026-09-02T03:29:35

EUR/USD-Überblick. 2. September. Inflation in der EU: Im Rahmen der Prognosen, aber weiterhin erheblich

EUR/USD-Überblick. 2. September. Inflation in der EU: Im Rahmen der Prognosen, aber weiterhin erheblich

Das Währungspaar EUR/USD handelte am Dienstag recht ruhig. Erst in der zweiten Tageshälfte konnten wir mehr oder weniger interessante Bewegungen beobachten, obwohl Händler durchaus das Recht hatten, den ganzen Tag über mit hoher Volatilität zu rechnen. Wie so oft entsprach die Realität jedoch nicht den Erwartungen – oder nur teilweise.

Beginnen wir mit dem Schlüsselbericht des Tages – den Inflationsdaten aus der Eurozone. Dieser Bericht bestimmt das weitere Vorgehen in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, und zur Erinnerung: Die EZB ist ihrer zweiten geldpolitischen Straffung deutlich näher als die Federal Reserve ihrer ersten.

Natürlich gibt es an den Märkten so viele Meinungen, wie es Händler gibt. Einige sind der Ansicht, dass die Fed den Leitzins im September tatsächlich anheben wird. Aber worauf stützt sich eine solche Einschätzung? Erinnern wir uns daran, dass der Markt einen Großteil des Sommers mit einer Zinserhöhung der Fed im September gerechnet hat. Nachdem dann jedoch die August-Daten zum US-BIP, zum Arbeitsmarkt und zur Inflation veröffentlicht wurden, gab der Markt seine „hawkishen“ Erwartungen wieder auf. Anschließend folgte die Rede von Kevin Warsh in Jackson Hole, und der Markt begann erneut, an eine Straffung im September zu glauben. Damit war Warshs jüngste Rede der Ausgangspunkt für eine neue Welle „hawkisher“ Stimmen. Doch fragen wir uns: Welche Art von Hawkishness hat Warsh den Märkten überhaupt vermittelt? Er beklagte einmal mehr die hohe Inflation und versprach, sie zu bekämpfen? Donald Trump hat ebenfalls viele Versprechen abgegeben – sowohl vor als auch nach seiner Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Es muss wohl nicht eigens betont werden, dass nicht einmal 20 % dieser Versprechen umgesetzt wurden. Und Warsh ist ein Protegé von Trump, was bedeutet, dass er die Politik des amtierenden Präsidenten indirekt unterstützt. Daher würde es uns nicht überraschen, wenn Warsh noch weitere sechs Monate über hohe Inflation spricht, ohne dass die Fed konkrete Maßnahmen ergreift.

Kehren wir zur europäischen Inflation und zur Geldpolitik der EZB zurück: Die Inflation im Euroraum stieg im August auf 3,3 %. Das ist zwar ein relativ hoher Wert, entsprach aber genau den Erwartungen der Händler. Die verhaltene Marktreaktion auf diesen wichtigen Bericht erklärt sich daher aus diesem Umstand. Unserer Einschätzung nach könnte die EZB auf ihrer September-Sitzung eine Entscheidung treffen, wobei das Hauptthema weiterhin die Geopolitik und die Lage in der Straße von Hormus bleibt. Sollte der Konflikt auf wundersame Weise bald enden, würde Öl die Märkte überschwemmen und die Inflation dürfte zurückgehen. Leider weiß niemand, wann der Konflikt zwischen den USA und Iran enden wird, doch die EZB dürfte kaum zu hawkischen Maßnahmen greifen, solange dies nicht unbedingt notwendig ist. Wir schließen nicht aus, dass die EZB zunächst eine Pause einlegt, um sicherzugehen, dass sich die Inflation weiter vom Zielwert entfernt.

Was bedeutet das für den Euro? Der Euro ist im vergangenen Monat gestiegen, allerdings nicht aufgrund des geldpolitischen Faktors der EZB. Es ist vielmehr der Dollar, der aufgrund der Entwicklungen in den USA und im Einklang mit globalen Trends nachgibt. Daher sind wir der Ansicht, dass sich die mittelfristigen Aussichten des Währungspaars selbst dann nicht ändern, wenn die EZB im September auf eine Straffung verzichtet. Wir rechnen weiterhin mit einem Anstieg der europäischen Gemeinschaftswährung.

EUR/USD-Überblick. 2. September. Inflation in der EU: Im Rahmen der Prognosen, aber weiterhin erheblich

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen beträgt zum 2. September 44 Pips und wird als „niedrig“ eingestuft. Wir erwarten, dass sich das Paar am Mittwoch in einer Spanne zwischen 1,1544 und 1,1632 bewegt. Der obere Kanal der linearen Regression hat nach oben gedreht, was auf den Beginn eines Aufwärtstrends hindeutet. Der CCI-Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und signalisiert ein mögliches Ende der Korrektur.

Nächste Unterstützungsniveaus:

  • S1 – 1,1536
  • S2 – 1,1475
  • S3 – 1,1414

Nächste Widerstandsniveaus:

  • R1 – 1,1597
  • R2 – 1,1658
  • R3 – 1,1719

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD setzt seinen Aufwärtstrend im 4-Stunden-Chart fort, was auf den Beginn einer neuen Phase des globalen Aufwärtstrends in höheren Zeitebenen hindeuten könnte. Das übergeordnete fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 sorgten zunächst die Geopolitik und anschließend der hawkishe Kurs der Fed für starke Unterstützung der US-Währung. Diese Faktoren stützen den Dollar derzeit jedoch nicht mehr.

Liegt der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können auf korrigierender Basis Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1544 und 1,1536 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der gleitenden Durchschnittslinie bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,1658 und 1,1719 relevant.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend stark.
  • Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen: 20, 0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die derzeit gehandelt werden sollte.
  • Murray Levels sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar in den nächsten 24 Stunden auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren bewegen wird.
  • CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) deutet darauf hin, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

Analyst InstaForex
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