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FX.co ★ EUR/USD. Die Fed sieht keinen Grund für eine Zinserhöhung

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Analysen:::2026-09-03T17:22:14

EUR/USD. Die Fed sieht keinen Grund für eine Zinserhöhung

EUR/USD. Die Fed sieht keinen Grund für eine Zinserhöhung

Am Freitag, dem 4. September, stehen im Wirtschaftskalender mindestens zwei bedeutende Veröffentlichungen an: der Nonfarm Payrolls-Bericht und die Arbeitslosenquote. Diese Daten werden nicht nur die Entwicklung des US-Dollar am Freitag bestimmen, sondern auch die Perspektiven für die Geldpolitik der Fed, die derzeit intensiv diskutiert werden. Meiner Ansicht nach ist die Lage recht klar: Der entscheidende Bericht sind die Nonfarm Payrolls, während die Arbeitslosenquote eher eine Feinabstimmung liefert. Ob die Fed den Leitzins zumindest bis zum Jahresende anhebt, wird daher maßgeblich davon abhängen, ob der Beschäftigungszuwachs im August über 58.000 liegt. In den vergangenen Wochen konnte der Dollar vor allem dank der ausgeprägten „hawkishen“ Markterwartungen zulegen. Sollten diese Erwartungen enttäuscht werden, könnten die Bären den Dollar sehr schnell unter Druck setzen.

Ich möchte außerdem einige sehr wichtige Faktoren hervorheben, die indirekt auf einen neutralen FOMC-Beschluss im September hindeuten. Erstens ist da der bereits ausführlich diskutierte Arbeitsmarkt. Nach meiner Einschätzung erlauben die in den letzten Monaten veröffentlichten Daten dem FOMC derzeit schlicht keine Entscheidung zugunsten einer Zinserhöhung. Zweitens spielt die Inflation eine Rolle, die in den vergangenen zwei Monaten gesunken ist. Ob sie im August wieder anzieht, ist noch unklar. Ohne einen erneuten Inflationsanstieg besteht für die Fed jedoch kein Anlass, die Geldpolitik zu straffen. Drittens ist der tatsächliche Kurs des Ausschusses zu berücksichtigen: Bei der letzten Sitzung sprachen sich nur wenige Entscheidungsträger für eine straffere Politik aus – und das, obwohl die Inflation damals deutlich höher war als heute.

Viertens erklärte John Williams, Präsident der New York Fed, vor Kurzem, dass der Disinflationsprozess in den USA weiter voranschreitet, da die Auswirkungen der Importzölle auf die Wirtschaft nachlassen. Die Energiekosten sind zwar tatsächlich hoch, schlagen sich jedoch nicht in gleichem Maße in anderen Güter- und Dienstleistungskategorien nieder. Williams betonte außerdem, dass der aktuelle Leitzins der Fed voll und ganz mit den derzeitigen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen vereinbar sei und es der Fed ermögliche, ein Gleichgewicht zwischen ihrem doppelten Mandat – maximaler Beschäftigung und Preisstabilität – zu wahren. Andere Entscheidungsträger können diese Einschätzung natürlich anders sehen, doch meiner Meinung nach ist die wirtschaftliche Realität derzeit so beschaffen, dass der FOMC-Beschluss im September eindeutig und einstimmig ausfallen dürfte. Der Markt hat in den vergangenen Wochen den Dollar vorsichtig gekauft, könnte aber bereits morgen und im weiteren Verlauf des Septembers mehrfach von der anhaltend „hawkishen“ Ausrichtung enttäuscht werden.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und das Vereinigte Königreich:

  • Europäische Union – Veränderung der Einzelhandelsumsätze (09:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Veränderung der Nonfarm Payrolls (12:30 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Arbeitslosenquote (12:30 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Veränderung der durchschnittlichen Stundenlöhne (12:30 UTC).

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Nach meiner Einschätzung befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines Aufwärtstrends, der für ein ganzes Jahr pausiert hat. Das fundamentale Umfeld hat sich vor rund sechs Monaten deutlich zugunsten der Bären verschoben, doch der Trend selbst kann weder als aufgehoben noch als abgeschlossen gelten. Aus langfristiger Sicht würde ich sagen, dass das Paar in einer Seitwärtsrange gehandelt wird. Diese Range negiert den übergeordneten Aufwärtstrend jedoch nicht. Folglich können die Bullen ihre Aufwärtsbewegung nach zwei Liquiditätsspitzen unter klar definierten Tiefs durchaus wieder aufnehmen. Aktuell verfügen die Käufer über eine sehr starke Unterstützungszone in Form des Imbalance-Bereichs 20, in dem sich ein neues bullishes Signal ausbilden könnte. Zuvor haben wir bereits einen präzisen Rebound vom Imbalance-Bereich 21 gesehen. Ich betrachte 1,1797 und 1,1850 als die nächsten Kursziele für einen erneuten Anstieg des Euro.

EUR/USD. Die Fed sieht keinen Grund für eine Zinserhöhung

Prognose für GBP/USD und Trading-Tipps:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Nach Liquiditätssweeps der beiden zuletzt gebildeten Swings und der Ausbildung einer Reihe von Kaufsignalen könnten die Bullen ihren Anstieg weiterhin fortsetzen. In der vergangenen Woche hatten jedoch die Bären die Kontrolle, und alle jüngsten bullischen Muster wurden invalidiert. Aus technischer Sicht haben die Bären derzeit Argumente, um das Währungspaar weiter nach unten zu drücken. Möglicherweise kann nur der Euro das Pfund noch stützen. Der Liquiditätssweep des Swings vom 1. Mai löste den Rückgang aus, und innerhalb der invertierten Imbalance 27 hat sich ein Verkaufssignal gebildet. Es ist schwer zu sagen, wie lange das Pfund weiter fallen wird. Zwei bullische Imbalances im EUR/USD könnten den Rückgang potenziell stoppen. Am Freitag werden in den Vereinigten Staaten wichtige Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenberichte veröffentlicht.

Analyst InstaForex
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