Trade-Überblick und Tipps für den Handel mit dem japanischen Yen
Der Test des Kurses von 156,18 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte – insbesondere nach dem starken Rückgang am Vortag. Aus diesem Grund habe ich den Dollar nicht verkauft.
Der US-Servicesektorbericht war stark und tendenziell inflationstreibend, doch der Dollar erhält aufgrund der aktiven Währungsinterventionen der Vereinigten Staaten und der Bank of Japan, die zu seiner Schwächung geführt haben, keine Unterstützung. Für den Yen bleibt die Intervention ein starker Treiber, denn sie ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine fortlaufende Stützung der Landeswährung durch die BOJ in Abstimmung mit den USA. Meiner Ansicht nach ist der Interventionsfaktor derzeit der ausschlaggebende Bestimmungsgrund für den USD/JPY-Kurs. Solange die Zentralbanken den Druck aufrechterhalten, behält der Yen den Vorteil – zumal sich der Servicesektor-PMI Japans zuletzt beschleunigt hat und Ueda in seiner Rhetorik eine Normalisierung der Geldpolitik in Aussicht stellt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die anhaltenden Interventionen das Kräfteverhältnis spürbar verändern, denn Dollar-Käufer gegenüber dem Yen müssen mit der realen Gefahr neuer Eingriffe rechnen. Ich bin der Meinung, dass die Aufwärtsversuche von USD/JPY auf Widerstand stoßen werden, solange die Behörden ihre Handlungsbereitschaft signalisieren. Dennoch behalte ich das starke Preissignal aus den USA im Hinterkopf: Sollten die Interventionen nachlassen, könnten die falkenhaften Preissignale aus den USA dem Dollar rasch helfen, einen Teil des verlorenen Bodens zurückzugewinnen.
Was die Intraday-Strategie angeht, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY heute zu kaufen, falls der Einstiegsbereich um 156,50 (die grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Kursziel bei 157,16 (die stärker hervorgehobene grüne Linie im Chart). Im Bereich von 157,16 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und Short-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen (ich rechne von diesem Niveau aus mit einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung). Am besten ist es, nach Korrekturen und deutlicheren Rücksetzern in USD/JPY wieder auf der Kaufseite aktiv zu werden. Wichtig! Bevor Sie kaufen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 156,10 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Man kann dann mit einem Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 156,50 und 157,16 rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY heute nur dann zu verkaufen, wenn das Niveau von 156,10 (die rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wird, was zu einem raschen Rückgang des Paares führen dürfte. Das wichtigste Ziel der Verkäufer wird der Bereich um 155,50 sein, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar Long-Positionen in die Gegenrichtung eröffnen möchte (ich rechne von diesem Niveau aus mit einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung). Verkäufer können jederzeit wieder auf den Plan treten – es braucht lediglich einen entsprechenden Hinweis der Zentralbank. Wichtig! Bevor Sie verkaufen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 156,50 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Man kann dann mit einem Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 156,10 und 155,50 rechnen.

Worauf Sie im Chart achten sollten:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument kaufen können;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument verkaufen können;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, bei dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Es ist am besten, vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen außerhalb des Marktes zu bleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie stets Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Trading-Plan erfordert – ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.