Der Boden zeigt keine Stärke, das obere Ende hat kein Verlangen. Sogar das sogenannte "smart money" beeilt sich nicht, Bitcoin zu kaufen und verweist auf eine Konvergenz negativer Faktoren. Halbherziger Handel, ein angespanntes makroökonomisches Umfeld und ein Mangel an Aufwärtsdynamik haben das geschaffen, was der Markt einen "Bull Trap" nennt. Wenn große Akteure sich zurückhalten, was können wir dann von kleineren Marktteilnehmern erwarten?
Trends des Krypto-Marktvolumens

Im vierten Quartal verlor Bitcoin etwa 10 % seines Wertes – eine Leistung, die im Vergleich zu breiteren Krypto-Assets nicht schlecht ist. Ethereum stürzte um 45 % ab, und die Aktien von Coinbase fielen um 31 %. Dies war die schlechteste Leistung seit 2022, als der Zerfall von FTX Schockwellen durch die gesamte Digital-Asset-Industrie schickte.
Bitcoin hat Ethereum und andere Konkurrenten größtenteils übertroffen, was hauptsächlich auf die verstärkte Aufmerksamkeit des Weißen Hauses zurückzuführen ist. Donald Trump hat die Schaffung einer strategischen Reserve angekündigt, und seine Familie startet Mining-Unternehmen. Sie setzen eindeutig auf eine BTC/USD-Rallye, aber es ist noch zu früh, um dies zu sagen. Am Terminmarkt nimmt das Hedging zu, um sich gegen einen Rückgang unter das psychologisch entscheidende Niveau von 80.000 $ zu schützen. In der Zwischenzeit ist die Spanne zwischen Spot- und Derivatemärkten in den negativen Bereich gesunken, was auf eine bärische Markttendenz hindeutet.
BTC-Futures vs. Spotmarktpremium

Anhaltende geopolitische Instabilität, drohende Risiken einer US-amerikanischen Stagflation oder Rezession und die potenzielle Eskalation von Handelszöllen werfen einen Schatten über BTC/USD. Bitcoin bleibt in einer Phase der Konsolidierung gefangen, und selbst wenn ein Ausbruch gelingt, gibt es keine Garantie, dass dieser nach oben erfolgen wird.
Vieles hängt davon ab, wie die Aktienmärkte auf den von Trump als "Amerika-Befreiungstag" bezeichneten 2. April reagieren. Zwei Szenarien stehen zur Debatte: Entweder das Weiße Haus verhängt allgemeine 20%ige Zölle oder es setzt auf sogenannte reziproke Zölle auf ausgewählte Importe. Ersteres könnte die Märkte schockieren und einen Ausverkauf bei risikoreicheren Vermögenswerten auslösen. Letzteres könnte die jüngste Rallye des S&P 500 verlängern und den Bitcoin-Bullen einen dringend benötigten Rettungsanker zuwerfen.

Kurz gesagt, das Schicksal von Bitcoin — und das anderer Vermögenswerte — liegt weiterhin in den Händen von Donald Trump. Wie aggressiv wird er beim Protektionismus sein? Wird er Ausnahmen gewähren und einige Länder von der Tarifliste verschonen? Die Antworten sind nur noch wenige Tage entfernt. Der "Befreiungstag" naht.
Technisch gesehen versuchen die Bullen auf dem täglichen BTC/USD-Chart, eine Kombination von Umkehrmustern — Anti-Turtles und 1-2-3 — zu formen und zu aktivieren. Ein erfolgreicher Test des Widerstandslevels von $84.800 würde das bullische Szenario stärken und die Tür für den Aufbau von Long-Positionen in Bitcoin öffnen.