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FX.co ★ Multipolare Welt – kein Freund des Dollars

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Analysen:::2026-02-09T22:48:52

Multipolare Welt – kein Freund des Dollars

Multipolare Welt – kein Freund des Dollars

Je länger Donald Trump an der Spitze der Vereinigten Staaten steht, desto mehr Analysten kommen zu dem Schluss, dass der Dollar auf absehbare Zeit weiter fallen wird. Tatsächlich gehe ich in fast jeder meiner Analysen auf die Person Donald Trump ein – nicht, weil ich eine persönliche Abneigung gegen den amerikanischen Präsidenten hätte, sondern weil ich aufrichtig glaube, dass Trumps Politik der Hauptgrund für die Schwäche der amerikanischen Währung ist. Daher können wir zumindest bis zum Ende von Trumps Amtszeit nur mit einem Rückgang des US-Dollars rechnen.

Trump hat einen Prozess in Gang gesetzt, der nur sehr schwer zu stoppen sein wird. Seine Politik in Bereichen wie Handel, Sanktionen, Einwanderung und nationale Sicherheit führt dazu, dass sich die Welt vom US-Dollar abwendet. Ich habe bereits darüber geschrieben, dass viele Zentralbanken weltweit begonnen haben, ihre Dollarreserven zu reduzieren und dass internationale Anleger zunehmend Wertpapiere außerhalb der USA bevorzugen. Vor dem Hintergrund globaler geopolitischer Unsicherheit ist die Nachfrage der Investoren nach den sichersten Anlagen – Gold und Silber – stark gestiegen. Infolgedessen haben beide Edelmetalle Rekordzuwächse verzeichnet. Zum ersten Mal seit 1996 halten ausländische Banken in ihren Reserven mehr Gold als amerikanische Währung.

Ein weiterer Anlass zur Sorge ist die ständig wachsende Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten. Trotz der Versprechen, die Schulden zu reduzieren, könnte sie unter Trump um mehrere Billionen Dollar steigen. Der anhaltende Druck auf die Fed und Jerome Powell persönlich veranlasst Investoren, den Dollar zu meiden, da niemand eine Währung halten möchte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an Wert verliert. Sollte die Fed ihre Unabhängigkeit verlieren und politisch abhängig werden, würde Trump die Zinssätze vorgeben. In diesem Fall würde er sie auf wirtschaftlich nicht vertretbare Niveaus senken, und der Dollar würde weiter an Wert verlieren. Offensichtlich ist Anlegern das bewusst, und sie versuchen, die US-Währung nach Möglichkeit abzustoßen.

Multipolare Welt – kein Freund des Dollars

Der Handelskrieg wird die Situation für die amerikanische Währung nur verschärfen. Trump nutzt weiterhin Strafzölle als zentrales politisches Druckmittel, und vielen Ländern ist klar, dass der Chef des Weißen Hauses ihre Territorien schon morgen als „kritisch wichtig“ für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten einstufen könnte. Meiner Meinung nach wird die Schwäche der amerikanischen Währung anhalten.

Wellenmuster für EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die geldpolitische Ausrichtung der Fed bleiben entscheidende Faktoren für die langfristige Schwäche der amerikanischen Währung. Die Ziele für den aktuellen Trendabschnitt könnten bis in den Bereich der 1,25‑Marke reichen. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet; daher erwarte ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 steigende Notierungen. Kurzfristig rechne ich jedoch mit einer Abwärtswelle (oder einer Serie von Wellen), da auch die Struktur a‑b‑c‑d‑e abgeschlossen erscheint. In naher Zukunft können meine Leser nach Zonen und Niveaus für neue Käufe suchen, mit Kurszielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367. Diese entsprechen den 161,8‑%‑ bzw. 200,0‑%‑Retracements auf der Fibonacci‑Skala.

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Wellenmuster für GBP/USD:

Das Wellenmuster für GBP/USD wirkt recht übersichtlich. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Formierung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann sich deutlich weiter ausdehnen. Ich gehe davon aus, dass wir in naher Zukunft die Ausbildung eines Korrekturwellen-Sets sehen könnten, nach dessen Abschluss sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. In den kommenden Wochen empfehle ich daher, nach Chancen für neue Long‑Positionen Ausschau zu halten. Unter Trump hat das britische Pfund jede Chance, den Bereich von 1,45–1,50 $ zu erreichen. Trump selbst befürwortet eine Abschwächung des Dollars. All seine Maßnahmen haben einen doppelten Effekt: Sie schwächen den Dollar und adressieren zugleich innen‑, außen‑, handels‑ und geopolitische Probleme.

Zentrale Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und gut nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und verändern sich häufig.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, draußen zu bleiben.
  3. Es gibt keine und wird nie eine 100%ige Gewissheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop‑Loss‑Orders zu setzen.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Trading‑Strategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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