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FX.co ★ Neue Gründe für den Rückgang von Bitcoin

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Crypto Analysis:::2026-06-07T23:05:20

Neue Gründe für den Rückgang von Bitcoin

Bitcoin und Ethereum fallen weiter. In dieser Woche hat Bitcoin 17 % seines Wertes bzw. 13.000 USD verloren, während Ethereum um 21 % bzw. 433 USD gefallen ist. Man kann endlos darüber diskutieren, warum der Kryptowährungsmarkt erneut einbricht, aber wir warnen bereits seit drei Monaten davor – und das sogar ohne die Faktoren Geopolitik, Inflation und Stimmungswandel bei der Federal Reserve zu berücksichtigen.

Inzwischen haben Experten damit begonnen zu analysieren, warum Bitcoin 50 % seines Wertes eingebüßt und in der vergangenen Woche einen neuen Crash erlebt hat. Es zeigt sich, dass die Gründe recht offensichtlich sind. So hat sich beispielsweise der sprunghaft gestiegene Strompreis im Zuge des Kriegs im Nahen Osten mit dem Rückgang des Bitcoin-Kurses in den letzten acht Monaten überlagert. Ist Bitcoin mehr als 100.000 USD wert, ist das für Miner erfreulich. Fällt der Kurs jedoch auf 70.000 USD und steigen gleichzeitig die Strompreise um das 1,5‑Fache, nimmt diese Freude deutlich ab. Somit verlagern nicht nur Investoren ihr Kapital aus Renditegründen in aussichtsreichere Sektoren wie AI, sondern auch die Miner selbst wechseln in den AI‑Sektor, da dort Rechenleistung benötigt wird.

Gleichzeitig sinken die Belohnungen für Miner alle vier Jahre durch das „Halving“. Manche „Experten“ sind der Meinung, dass das „Halving“ an sich zu einer Verdoppelung des Werts des „digitalen Goldes“ führen müsse, da es sonst schlicht unrentabel würde, es zu minen. Wir halten diese Prognoselogik für fehlerhaft. Da das „Halving“ die Belohnung der Miner alle vier Jahre halbiert, wird das Interesse am Mining‑Prozess allmählich nachlassen. Prognosen zufolge wird der letzte Bitcoin‑Block frühestens im Jahr 2100 gemined. Das würde bedeuten, dass Bitcoin in diesem Zeitraum alle vier Jahre seinen Wert mindestens verdoppeln müsste. Es ist leicht auszurechnen, dass eine Coin im Jahr 2100 dann … 15 Milliarden USD wert sein müsste.

Es ist naheliegend anzunehmen, dass dies unter keinen Umständen passieren wird, es sei denn, eine Hyperinflation „frisst“ jedes Jahr das Fiatgeld auf. Genau deshalb glauben wir nicht an Prognosen eines ewigen Bitcoin‑Wachstums. Damit Bitcoin langfristig kontinuierlich steigt, müsste die Nachfrage nach ihm stetig zunehmen. Die Nachfrage ist jedoch nicht unbegrenzt. Die Liquidität ist nicht unbegrenzt. Neben Bitcoin entstehen laufend neue Technologien, die Investoren ebenfalls Gewinne bieten. Ein eindrucksvolles Beispiel ist künstliche Intelligenz. Bis 2100 könnten unzählige neue Technologien entwickelt werden; daher ist es unrealistisch anzunehmen, dass Bitcoin auf ewig gekauft und hoch bewertet wird.

Neue Gründe für den Rückgang von Bitcoin

Handelsempfehlungen für BTC/USD:

Bitcoin bildet weiter einen voll ausgeprägten Abwärtstrend und die Korrektur innerhalb dieses Trends aus. Wir rechnen weiterhin mit einem Rückgang in Richtung 57.500 USD (dem 61,8 %‑Fibonacci‑Niveau eines dreijährigen Aufwärtstrends), und es gibt nach wie vor keinerlei Anzeichen für den Beginn eines langfristigen Aufwärtstrends. Im Bereich von 68.000–70.700 USD hat sich ein neues bärisches FVG‑Muster gebildet, sodass diese Zone in den kommenden Wochen als Point of Interest (POI) für Trader dient. Muster können sich auch im 4‑Stunden‑Zeitrahmen formen, doch zunächst muss der Crash auslaufen und eine Korrektur einsetzen.

Neue Gründe für den Rückgang von Bitcoin

Handelsempfehlungen für ETH/USD:

Im Tages‑Chart ist weiterhin der Abwärtstrend zu sehen, der im vergangenen August begonnen hat. Das zentrale Verkaufssignal war und ist der bärische Order Block im Wochen‑Chart. Wie wir gewarnt haben, kann die durch dieses Signal ausgelöste Bewegung stark und lang anhaltend sein. Wir gehen nicht davon aus, dass sie bereits vorbei ist, da es weder bei Bitcoin noch bei Ethereum Anzeichen für einen abgeschlossenen Abwärtstrend gibt. Kurzfristig könnte Ethereum weiter fallen, mit Kurszielen bei 1.391 und 788 USD. Eine Aufwärtskorrektur ist zu erwarten, sobald sich im 4‑Stunden‑Zeitrahmen zumindest einige bullische Muster oder andere Signale für eine Aufwärtswende des Kurses herausbilden. Neue POI‑Zonen für Verkäufe sollten im Tages‑Chart gesucht werden.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • CHOCH – Bruch der Trendstruktur.
  • Liquidity – Liquidität, Stop‑Loss‑Orders, Pending Orders, die Market Maker nutzen, um ihre Positionen aufzubauen.
  • FVG – Bereich der Preisineffizienz. Der Preis durchläuft solche Zonen sehr schnell, was auf ein vollständiges Fehlen einer Marktseite hindeutet. Später tendiert der Preis dazu, in diese Bereiche zurückzukehren und von dort aus zu reagieren, während der Haupttrend anhält.
  • IFVG – Inverser Bereich der Preisineffizienz. Nach einer Rückkehr in einen solchen Bereich reagiert der Preis nicht darauf, sondern durchbricht ihn impulsiv und testet ihn anschließend von der anderen Seite.
  • OB – Order Block. Die Kerze, auf der der Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität einzusammeln und seine eigene Position in die Gegenrichtung aufzubauen.

Analyst InstaForex
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