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FX.co ★ Bank of Japan dürfte Zinsen anheben, Währungsintervention möglicherweise nicht erforderlich

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Analysen:::2026-06-11T10:56:52

Bank of Japan dürfte Zinsen anheben, Währungsintervention möglicherweise nicht erforderlich

Das Wachstum des realen BIP im ersten Quartal wurde leicht nach unten revidiert auf +0,5 % gegenüber dem Vorquartal und +1,8 % gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit der ersten Schätzung von +0,5 % bzw. +2,1 %. Das erste Quartal spiegelte den Beginn des Kriegs zwischen den USA, Israel und Iran nur teilweise wider, doch derzeit scheint keine unmittelbare Gefahr eines starken Abschwungs infolge von Störungen in den Energielieferketten zu bestehen. Das zweite Quartal dürfte von diesem Faktor deutlich stärker beeinflusst werden, doch bleiben die aktuellen Prognosen relativ optimistisch, da mit einer Entspannung der geopolitischen Spannungen gerechnet wird und die Ölpreise voraussichtlich allmählich sinken werden.

Bank of Japan dürfte Zinsen anheben, Währungsintervention möglicherweise nicht erforderlich

Die Unterstützung für eine Zinserhöhung gewinnt im geldpolitischen Rat bereits an Dynamik, und inzwischen erscheint es wahrscheinlich, dass auch die Exekutive einen Anstieg befürworten wird. In Bezug auf die Haltung der Takaichi-Regierung, die vermutlich das größte Hindernis für eine endgültige Entscheidung über eine Zinserhöhung darstellt, berichtete Jiji Press, dass der US-Finanzminister Scott Bessent Premierminister Takaichi in einem Gespräch geraten habe, eine Zinserhöhung der Bank of Japan nicht zu blockieren. Daher liegt die Schlussfolgerung nahe, dass es nun deutlich wahrscheinlicher ist, dass die Regierung eine Zinserhöhung akzeptieren wird – oder sie bereits akzeptiert hat.

Wesentliche Risiken im Vorfeld der Sitzung umfassen Ereignisse, die eine Entscheidung für eine Zinserhöhung erschweren könnten. Dazu zählen gravierende Störungen in den Lieferketten, ausgelöst durch eine weitere Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Eine derart starke Verschlechterung der Rahmenbedingungen scheint in den kommenden Tagen jedoch eher unwahrscheinlich.

Analysten der Mizuho Bank gehen davon aus, dass die Bank of Japan die Zinsen etwa alle sechs Monate anheben wird. Der Leitzins dürfte demnach bis Dezember 2026 auf 1,25% und bis Juni 2027 auf 1,50% (Terminal Rate) steigen. Parallel zu den Zinserhöhungen wird die Bank of Japan voraussichtlich auch das Tempo der quantitativen Straffung verlangsamen.

Die Netto-Short-Position im Yen stieg in der Berichts­woche um 1,13 Milliarden auf -10,13 Milliarden. Die Short-Positionen haben das frühere Hoch von 2007 überschritten und ein neues Rekordniveau erreicht. Die Schätzung des Fair Value versucht, unter den langfristigen Durchschnitt zu fallen.

Bank of Japan dürfte Zinsen anheben, Währungsintervention möglicherweise nicht erforderlich

USD/JPY hat sich dem Hoch vom 30. April angenähert, auf das eine groß angelegte Währungsintervention folgte. Die aktuelle Situation ist ähnlich; sollte die Bank of Japan jedoch zu einer Zinserhöhung schreiten, könnte eine weitere Intervention überflüssig werden. Die japanischen Behörden könnten ein solches Szenario ebenfalls in Betracht ziehen und sich die Option einer späteren Intervention vorbehalten, falls sich der Yen nicht stabilisiert. Fundamental bleibt der Yen schwach, und ein Anstieg in Richtung 162 ist weiterhin möglich. Allerdings könnte Vertrauen in eine Zinserhöhung bärische USD/JPY-Positionierungen unterstützen und dem Yen ermöglichen, sich um einige „Figures“ nach unten zu erholen.

Analyst InstaForex
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