Handelsanalyse und Trading-Tipps für den japanischen Yen
Aufgrund der geringen Marktvolatilität haben die Kurse die von mir skizzierten Niveaus nicht erreicht.
Angesichts der angespannten Situation rund um eine mögliche Intervention der Bank of Japan in den Yen-Wechselkurs agieren viele Trader derzeit vorsichtiger und nehmen eine abwartende Haltung ein. Im weiteren Verlauf wird dem US-Erzeugerpreisindex (PPI) sowie dem Arbeitsmarkt besondere Aufmerksamkeit gelten.
Ein höher als erwarteter PPI-Wert könnte die Sorgen über eine sich beschleunigende Inflation in den USA verstärken und damit weitere Kursgewinne im Währungspaar USD/JPY begünstigen. Neben dem übergeordneten Erzeugerpreisindex werden auch Daten zum PPI ohne Nahrungsmittel und Energie veröffentlicht. Dieser Teilindex gilt als verlässlicheres Maß für die zugrunde liegenden Inflationstrends, da er die volatilen Komponenten ausklammert. Die Entwicklung dieses Indikators wird ebenfalls maßgeblich die Erwartungen in Bezug auf künftige geldpolitische Entscheidungen der Notenbanken beeinflussen. Zudem erhält der Markt die wöchentlichen Daten zu den Initial Jobless Claims. Dieser Indikator spiegelt die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt wider und ist ein wichtiger Gradmesser für dessen Verfassung. Schwächere Daten könnten zu einer leichten Korrektur im Währungspaar führen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Szenarien #1 und #2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY heute bei einem Einstiegspunkt um 160,61 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel im Bereich von 160,95 (dickere grüne Linie im Chart). Bei 160,95 werde ich Long-Positionen schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen eröffnen (in Erwartung einer Umkehr von 30–35 Punkten von diesem Niveau aus). Weiteres Aufwärtspotenzial des Währungspaares ist heute bei starken US-Inflationsdaten möglich. Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich erwäge außerdem Käufe in USD/JPY, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 160,47 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. Eine Bewegung in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus bei 160,61 und 160,95 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY nach einem Durchbruch unter 160,47 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem starken Rückgang des Paares führen dürfte. Das wichtigste Ziel der Verkäufer liegt bei 160,14; dort werde ich Short-Positionen schließen und unmittelbar in die Gegenrichtung Long-Positionen eröffnen (in Erwartung einer Erholung um 20–25 Punkte). Abwärtsdruck auf das Paar könnte im Falle einer Intervention der Bank of Japan zurückkehren. Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und sich gerade nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich erwäge außerdem Verkäufe in USD/JPY, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 160,61 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus bei 160,47 und 160,14 ist dann zu erwarten.
Was im Chart dargestellt ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Käufe des Handelsinstruments
- Dicke grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für Gewinnmitnahmen, da weitere Kursgewinne oberhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich sind
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkäufe des Handelsinstruments
- Dicke rote Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für Gewinnmitnahmen, da weitere Kursrückgänge unterhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich sind
- MACD-Indikator – überkaufte und überverkaufte Zonen sollten die Einstiegsentscheidungen steuern
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten beim Markteintritt sehr vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen bleibt man am besten außerhalb des Marktes, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie stets Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn kein konsequentes Money-Management angewendet wird und mit großen Volumina gehandelt wird.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf den aktuellen Marktbedingungen basieren, sind per Definition eine verlustträchtige Intraday-Strategie.