Der Euro, das Pfund und der kanadische Dollar entwickelten sich heute unter der Mean Reversion-Strategie gut. Ich habe keine Trades mit der Momentum-Strategie getätigt.
Die jüngsten Konjunkturdaten wurden von den Tradern positiv aufgenommen. Die Geschäftstätigkeit in der Eurozone ist im Juli so stark gewachsen wie seit acht Monaten nicht mehr, wobei der Composite PMI von 50,0 auf 52,0 gestiegen ist. Der Dienstleistungssektor kehrte erstmals seit drei Monaten wieder auf Wachstumskurs zurück und stieg von 49,4 im Juni auf 51,7. Zusätzliche positive Signale kamen aus Deutschland, wo die wirtschaftliche Aktivität zum ersten Mal seit März zulegte, während Spanien das stärkste Wachstum seit fast eineinhalb Jahren verzeichnete. Die Geschäftsstimmung erreichte ebenfalls ihren höchsten Stand seit Januar. Der Euro reagierte mit moderaten Kursgewinnen, da die verbesserte Konjunkturperspektive die Einheitswährung stützte. Der Anstieg blieb jedoch begrenzt.

Der britische Dienstleistungssektor ist im Juli erstmals seit drei Monaten wieder gewachsen: Der Services PMI stieg von 48,8 im Juni auf 52,1. Auch der Composite PMI für den privaten Sektor kehrte in den Expansionsbereich zurück und legte von 49,3 auf 52,2 zu, womit erstmals seit April wieder eine Expansion verzeichnet wurde. PMI-Indikatoren basieren auf Unternehmensumfragen und messen das Tempo der wirtschaftlichen Aktivität, wobei die 50-Punkte-Marke Expansion von Kontraktion trennt. Der erneute Anstieg des Dienstleistungssektors über diese Schwelle bestätigte somit die sich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Pfund verzeichnete daraufhin moderate Kursgewinne, da die stärkere Geschäftstätigkeit die Währung stützte und das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der britischen Wirtschaft stärkte.

In der zweiten Tageshälfte richten Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf einen vollgepackten US‑Konjunkturkalender, darunter der ISM Services PMI, der S&P Global Composite PMI, der ADP Employment Change‑Bericht sowie Äußerungen des FOMC‑Mitglieds Lisa Cook. PMI‑Indikatoren spiegeln die Geschäftstätigkeit auf Basis von Unternehmensumfragen wider, wobei Werte über 50 auf Expansion hindeuten, während der ADP‑Bericht weithin als Frühindikator für die Lage am Arbeitsmarkt gilt und häufig die Erwartungen vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht prägt. Auch Cooks Kommentare könnten die Marktstimmung beeinflussen, da Investoren die Aussagen von Vertretern der Federal Reserve genau verfolgen, um Hinweise auf den künftigen Kurs der Zinspolitik zu erhalten.
Die Daten werden voraussichtlich relativ robust ausfallen, was die Argumente für eine weitere Aufwertung des US‑Dollar stützt. Dies schafft Abwärtsrisiken sowohl für den Euro als auch für das Pfund, da stärker als erwartete Zahlen Druck auf EUR/USD und GBP/USD ausüben könnten. Umgekehrt dürften schwächere Daten den Dollar belasten und zusätzliche Unterstützung für risikosensitive Anlagen bieten.
Fallen die US‑Daten stark aus, werde ich auf die Momentum‑Strategie setzen. Zeigt der Markt dagegen nur geringe oder gar keine Reaktion auf die Veröffentlichungen, werde ich weiterhin die Mean Reversion‑Strategie anwenden.
Momentum Strategy (Breakout Trading) für die zweite Tageshälfte
EUR/USD
- Ein Ausbruch über 1,1557 könnte den Euro in Richtung 1,1592 und 1,1620 treiben.
- Ein Ausbruch unter 1,1528 könnte den Euro in Richtung 1,1504 und 1,1482 fallen lassen.
GBP/USD
- Ein Ausbruch über 1,3474 könnte das Pfund in Richtung 1,3503 und 1,3539 treiben.
- Ein Ausbruch unter 1,3444 könnte das Pfund in Richtung 1,3419 und 1,3393 drücken.
USD/JPY
- Ein Ausbruch über 157,93 könnte den US‑Dollar in Richtung 158,28 und 158,57 heben.
- Ein Ausbruch unter 157,69 könnte einen Rückgang in Richtung 157,40 und 157,05 auslösen.
Mean Reversion Strategy (Fade the Move) für die zweite Tageshälfte

EUR/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, wenn der Kurs sich nicht über 1,1548 halten kann und wieder unter dieses Niveau fällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, wenn der Kurs sich nicht unter 1,1528 halten kann und wieder über dieses Niveau steigt.

GBP/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, falls sich der Kurs nicht über 1,3473 halten kann und unter dieses Niveau zurückfällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, falls sich der Kurs nicht unter 1,3447 halten kann und über dieses Niveau zurückkehrt.

AUD/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, wenn der Kurs es nicht schafft, sich über 0,7060 zu halten und unter dieses Niveau zurückfällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, wenn der Kurs es nicht schafft, sich unter 0,7038 zu halten und über dieses Niveau zurückkehrt.

USD/CAD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, wenn der Kurs sich nicht über 1,4076 halten kann und unter dieses Niveau zurückfällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, wenn der Kurs sich nicht unter 1,4056 halten kann und über dieses Niveau zurückkehrt.