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FX.co ★ EUR/USD – 18. September: Inflation in der EU steigt weiter

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Analysen:::2026-09-18T09:46:43

EUR/USD – 18. September: Inflation in der EU steigt weiter

Am Donnerstag drehte das Währungspaar EUR/USD zugunsten der europäischen Gemeinschaftswährung und konsolidierte sich oberhalb des 61,8%-Retracement-Levels bei 1,1473. Damit könnte die Aufwärtsbewegung in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels von 50,0% bei 1,1519 weitergehen. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1473 würde wiederum den US-Dollar begünstigen und eine Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung in Richtung des 76,4%-Retracement-Levels bei 1,1416 unterstützen.

EUR/USD – 18. September: Inflation in der EU steigt weiter

Die Wellenstruktur im Stundenchart hat ins Bärische gedreht. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht durchbrechen, während die letzte Abwärtswelle das vorherige Tief unterschritten hat. Die geopolitische Lage bleibt anhaltend negativ und könnte sich in naher Zukunft weiter verschlechtern. Der Markt rechnet bis zum Jahresende mit mehreren Schritten einer geldpolitischen Straffung durch das FOMC. Diese beiden Faktoren haben die Bären wieder in den Markt zurückgebracht.

Das fundamentale Umfeld ermöglichte den Bären am Donnerstag eine kurze Verschnaufpause. Am Freitagmorgen wurden in Deutschland die Erzeugerpreise veröffentlicht, die mit einem Anstieg auf 4,6 % über der Prognose von 4,1 % lagen. Damit könnte sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland in naher Zukunft beschleunigen. Laut dem gestrigen Bericht ist die Inflation in der Europäischen Union auf 3,2 % gestiegen und nimmt im laufenden Jahr insgesamt weiter zu. Somit könnten bis Ende September alle Inflationsindikatoren noch weiter steigen, was die EZB möglicherweise zu einer weiteren Zinserhöhung vor Jahresende zwingen könnte. Unterdessen deutete der US-Präsident Donald Trump auf eine mögliche Wiederaufnahme des bewaffneten Konflikts mit dem Iran in naher Zukunft hin. Trump zufolge steht er vor einer schwierigen Entscheidung, und die Wiederaufnahme aktiver Kampfhandlungen ist ein plausibles Szenario. Dementsprechend könnte es im Nahen Osten zu einer neuen Eskalation kommen, und die Ölpreise, die gerade erst auf 100 US-Dollar je Barrel zurückgekehrt sind, könnten rasch auf 120 US-Dollar oder sogar noch höher steigen. Die Inflation würde den Ölpreisen dann nach oben folgen.

EUR/USD – 18. September: Inflation in der EU steigt weiter

Im 4-Stunden-Chart konsolidierte sich das Paar unter dem 38,2%-Retracement-Niveau bei 1,1526 und setzte den Rückgang in Richtung des nächsten Fibonacci-Niveaus, 23,6%, bei 1,1449 fort. Ein Rebound von 1,1449 würde eine Umkehr zugunsten der europäischen Währung und ein gewisses Wachstum in Richtung 1,1526 ermöglichen. Eine Konsolidierung unter 1,1449 würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten 0,0%-Retracement-Niveaus bei 1,1325 erhöhen. Heute sind auf keinen der Indikatoren neue Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD – 18. September: Inflation in der EU steigt weiter

In der letzten Berichtswoche haben professionelle Händler 4.968 Long-Positionen geschlossen und 12.723 Short-Positionen eröffnet. Über sieben Wochen im Februar und März ist der deutliche Vorteil der Bullen aufgrund des Kriegs im Iran geschwunden, während sich die Situation in den vergangenen 24 Wochen vor dem Hintergrund der Markthoffnungen auf ein Ende des Konflikts etwas ausgeglichen hat. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt derzeit bei 198.000, während die Zahl der Short-Positionen 241.000 beträgt. Die Bären liegen weiterhin vorn, doch ihr Vorsprung schrumpft.

Insgesamt zeigen große Marktteilnehmer langfristig weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Offensichtlich wirken sich die unterschiedlichsten Ereignisse rund um den Globus – an denen es in den letzten Jahren nicht mangelte – auf die Anlegerstimmung aus. Der Markt beobachtet derzeit insbesondere die Lage im Nahen Osten genau, wo der Krieg beendet zu sein scheint, nur um dann wieder aufzuflammen. Dennoch bestimmt die Geopolitik nicht mehr allein das Schicksal des Dollars.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:

  • Europäische Union – Rede der EZB-Präsidentin Christine Lagarde (10:30 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Veränderung der Industrieproduktion (13:15 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 18. September enthält zwei Termine, von denen keiner besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Einfluss des konjunkturellen Umfelds auf die Marktstimmung dürfte am Freitag äußerst gering oder gar nicht vorhanden sein.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Kaufgelegenheiten ergaben sich nach einem Schlusskurs oberhalb von 1,1473 im Stundenchart mit Zielen bei 1,1519 und 1,1564. Diese Trades können heute offen bleiben. Neue Short-Positionen sind nach einer Konsolidierung unterhalb von 1,1473 mit einem Ziel bei 1,1416 möglich.

Die Fibonacci-Raster sind im Stundenchart von 1,1325–1,1712 und im 4-Stunden-Chart von 1,1849–1,1325 gezogen.

Analyst InstaForex
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